Getagged: uplift spice

ohrwurmnews

bekämpfe gerade meine britpop-ohrwürmer und dachte mir, ich nutze die zeit produktiv und teile news und musikrelevante teile des internets. und nenne gleich dazu passende gegenmaßnahmen, falls auch gestern abend jemand arte geschaut hat und die 90er jetzt nicht wieder los wird.

★ schlechte nachrichten zuerst: uplift spice haben heute angekündigt, dass sie nach den angekündigten lives vorerst pausieren werden, weil ihre (musikalischen?) ziele aktuell zu unterschiedlich sind. wie es weitergeht, lassen sie noch offen, aber ich hoffe nach dem starken letzten album sehr, dass wir da bald gleich mehrere projekte zu hören bekommen und nicht auf sie verzichten müssen. ♫kanojo

★ beträchtlich positiver: kemuri bringen am 8.10. ein neues album namens rampant. und produzieren obendrein noch eine compilation, die einen wirklich schönen überblick über diese ecke der skapunkszene in japan geben wird. heißt stranger than ska, erscheint anfang september. beteiligt sind neben kemuri (und den mitglieder-projekten) altehrwürdige menschen wie the man, aber auch jungspunde wie feelflip und sevenstep. ♫pride of lions

★ 180° in die andere richtung gedreht und trotzdem newswürdig: guniw tools haben laut eigener aussage drei jahre verpennt, sind jetzt aber aufgewacht und spielen wieder konzerte! okay, zwei. in fragwürdigen winkelclubs mit sonnemondsterne-namen und psychedelischen drahtvögeln. und sie haben eine wunderbare, in word gebastelte website. ♫fancy pink

★ mtv81 haben the bonez und group_inou auf dem rock in japan interviewt. okay, ich erwähne das eher um diese liveversion verlinken zu können, aber lest den kram mal, damit die die klicks sehen und mehr coole artists featuren. ♫therapy

babymetal spielen wieder in london diesen herbst. an dieser stelle genießen wir die stille.

★ auch für SiM steht ein neues album am 17.9. an. als preview wurde dazu jetzt gunshots veröffentlicht – düdelige melodie in kombination mit all den stückchen, aus denen sich ihr sound halt zusammensetzt. solange das album nicht ein einziges selfcover wird (oder noch dubsteppiger…), solls klargehen. ♫blah blah blah 

★ spass zum abschluss: die gazetten haben ärger mit leuten, die sich als sie ausgeben und damit gutgläubige anhänger abziehen. das label lässt ausrichten, dass sie selber nie fans direkt kontaktieren würden. scharen von fankindern sehen ihre träume zerplatzen und weinen bittere, schwarze tränen.

…ngh, oasis wehren sich immer noch. da müssen härtere geschütze her.

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live: bo-ningen und vorband für uplift spice.

da sag ich noch, bo ningen könnten sich mal nach deutschland begeben für konzerte. jetzt ist da so ein termin am 10. august angekündigt, allerdings erstmal nur für berlin. da sie den aber zwischen festivalauftritte in polen und österreich quetschen (falls wer auf dem green park ist, ihr wisst bescheid), ist mir eher unklar, ob da noch weitere folgen können.

wenn sie das aber sollten (oder berlin für euch erreichbar ist) – große empfehlung! man sah sie am donnerstag in london, und während mich der sound aus dem studio schon aufhorchen ließ, hat er mich live eingewickelt und teilverdaut. psychedelisch wabernd, aber gleichzeitig zielgerichtet durchschlagend, ein ziemliches erlebnis. umso mehr freut es, dass sie es scheinbar wirklich in london zu was gebracht haben – die location war alles andere als klein, sie als headliner gesetzt und das publikum so bunt durchmischt (von typ fußballfan bis tumblrgoffenkind?) wie begeistert dabei.

und im anschluss noch kurz reingereicht: uplift spice haben bei ihren auftritten in hamburg und dortmund eine vorband dabei. scheint eine der derzeit aktiven deutschen visual kei-truppen zu sein. in sich entdecke ich gerne neue bands auf dem wege (wytches waren so ein fall letztens) – andererseits stellt sich mir weiterhin die frage, warum die bandauswahl in solchen fällen immer zwingend vk(-inspiriert) sein muss. bevorzugen die anderen konzertbesucher sowas? ich finde die meisten eher uninspiriert und wenn sie dann noch beschließen, japanisch mit breitem deutschen akzent singen zu müssen, hilft auch die größte neugier nix mehr. na, wir werden sehen, wie diese sich machen.

♫ the dreadnoughts – turbo island

live: uplift spice, superpremiumbonusticketkommentar

da begab man sich gestern doch noch spontan nach köln und betrachtete miyavi, weil so lange keine lives mehr waren und überhaupt. kaum wieder da, gibt es mehr termine – uplift spice schaffen es nach ihrer ersten nicht-so-eurotour im zweiten anlauf auch tatsächlich bis zu uns! wer sie nicht kennt: bei mir war die begegnung mit ihrem ersten album (dem selftitled) ein klarer fall von ‚menschen, die go!go!, wowaka und scars borough mögen, interessierten sich auch für…‘.

wenn ihr bei diesen namen aufgehorcht habt, bingo! während ich sie mit den nachfolgenden releases etwas aus den augen verlor, ist das aktuelle, ØØØ, sowohl eine weiterentwicklung als auch wieder ein volltreffer. previews hier und hier, inklusive empfehlungen eines ziemlichen who’s who des aktuellen japanischen punkrocks.

preislich scheinen alle hiesigen termine bei 17 euro normal und 27 für ein premiumdings zu liegen. das enthält laut der angaben bei den französischen terminen ein meet&greet, hierzulande steht da nur was von special tourgoods.*

20.05 München – Garage deluxe
21.05  Wien – Aera
26.05 Hamburg – Logo
27.05 Dortmund – FZW
29.05  Berlin – Urban Spree

sauce & weitere termine

w00t, dortmunder konzertpremiere für mich! auch, wenn ich jetzt beim FZW mal davon ausgehe, dass sie nicht die große halle gebucht haben, ist das ne ganz schöne ansage für eine hierzulande neue band! kennt die hier überhaupt wer? hatten die irgendein anime-opening von dem ich mal wieder nix weiß? oder wieso feiern die franzosen sie so hart, weil sie einfach großartig sind? (und in meinem hinterkopf rumort es, weil growing up / dynamord auch für so ein paar andere favoritenbands verantwortlich sind. positive paranoia oderso. können wir denen telepathisch vermitteln, dass sie bitte weitere artists mitbringen sollen?)

* weil wir das gestern abend teilweise miterlebten und es ja bei vielen konzerten seltsamerweise usus geworden zu sein scheint, premiumbonuskram:

in sich verstehe ich den ansatz, dass einige wenige fans eine band so gerne sehen wollen, dass sie dafür gerne mehr zahlen. somit ermöglichen sie durch einen für sie als angemessen wahrgenommenen aufpreis der band die tour und vielen weniger interessierten das reinhören zu normaleren konditionen. was man als fan nicht alles tut undso. gerade für oh so exotische japanische bands sicher kein schlechter start. der ganze spaß kann allerdings schnell nervig werden, weil er eine eklige grenze zwischen den inhabern unterschiedlicher tickets zieht, obwohl sie am ende das gleiche bezahlt haben.
ich bin ein alben- und tshirt-käufer, gebe also zusätzlich zum ticket meist nochmal geld aus. das ganze mache ich pro jahr doch einige male, häufig auch beim gleichen veranstalter. trotzdem bin ich nach diesem seltsamen system damit nicht wertvoll genug, um der band die hand zu schütteln und muss daher länger warten bzw. frühzeitig aus der halle geräumt werden, damit ich das auch nicht mitansehe. damit ich als potenzieller fan keine sympathien für die musiker aufbaue und auch ja kein geld an der bar ausgebe?

und was hätte ich vom premium, wenn es um eine band geht, die ich wirklich, wirklich anfreue? special goods brauche ich keine und auch keine fotos von schwitzenden gesichtern. besonders wird das erlebnis auch bestimmt nicht, wenn ich den prozess als überfan während der tour mehrfach mitmache. die band begegnet dadurch auch nicht mehr fans, kann ihr publikum nicht besser einschätzen und einbeziehen. für den fall, dass es als superpopulärer act einfach nicht möglich ist, allen drölfhundert fans autogramme zu geben – warum nicht die plätze verlosen oder die ersten x ticketkäufer bevorzugen? würde das in verbindung mit fanclub-vorverkäufen nicht mehr planungssicherheit bei mehr abwechslung bringen?

egal ob mit oder ohne premium: das killerargument, dass alle primär auf geld aus sein müssen, weil sich cds nicht mehr verkaufen, sollte gerade in so nischen wie der unserigen nicht zu simpel umgesetzt werden, weil man sich die chance auf eine langlebige fanszene durch solche späße schnell verbaut. und am ende dann im minus stecken bleibt, weil eben nicht mit jeder tour massen von fans nachrücken können, die noch bock auf den gleichen prozess wie immer haben.

♫ KEMURI – pabu boy