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heute wurd es irgendwie eine reise-specialedition. vielleicht zeigt sich mein bedürfnis, meinen schreibtisch für immer hinter mir zu lassen und mir nen neuen wohnsitz auf einer einsamen karibikinsel zu suchen?

ein guide, wie man ohne große kochmöglichkeiten in japan gesund essen kann. meine keywords sind eher koffeinbonanza (ungesüßter grüner tee in zweiliterflaschen, aaaalle novelty drinks), konzertessen (frisches fastfood),  köstlichkeiten (izakaya) und knappheit (sukiya-couponkulinarie), aber das ist eine impressive liste. vorab, sie nennt 30 dollar pro tag günstig – aber da setzt jeder seine prioritäten anders. für langzeitresidentere menschen: günstiges gemüse / obst existiert. ihr braucht nur den passenden supermarkt / coop.

★ weiter mit essen, eh, einer liste der orte mit dem besten ausblick auf die große kreuzung in shibuya. auch, wenn ich eher drüberrenne und andere ziele habe, den gusto werde ich auschecken, wenn ich mal wieder da lande!

★ unschönes, aber auch wichtiges thema: scheinbar bietet docomo die automatisch versandte area mail, was in japan in erster linie für erdbeben- und tsunamiwarnungen genutzt wird, endlich auch (teilweise) multilingual an. wer die warnungen gerne genauer einstellen würde, nicht sicher ist, ob sein gerät sie empfängt oder möglichst direkt weitere infos haben will, wird aber weiterhin um apps wie yurekuru call nicht herumkommen. youtube hat btw. einige beispiele, wie eine vorwarnung im fernsehen aussieht, hier ist eine englisch untertitelte.

★ so gruselig beben klingen, die meisten sind es glücklicherweise nicht. da ist das anstrengendste das beruhigen von panisch kontakt aufnehmenden familienmitgliedern. unpraktisch, wenn man gerade unterwegs ist, aber es wird besser: (gratis)wlan breitet sich endlich aus! hier ist eine erfreulich ausführliche liste mit hotspots und login-infos. zum thema handyinternet für reisende muss ich auch mal was schreiben, da ist der artikel schon wieder ein bisschen veraltet und lückenhaft. preview: wird ebenfalls gerade besser.

★ rauswerfer-eyecandy: tokyo im nebel.

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nmorgen! setzt euch hin, macht ein gutes album (oder dieses?) an und klickt mit mir auf links, anstatt zu arbeiten.

★ cooler scheiss: jemand machte eine interaktive karte mit durchschnittlichen mieten in tokyo. falls ihr euch immer schon gewundert habt, wie das image einiger stadtteile mit zustandekommt oder wie hoch die monatsmiete für euer gammliges apartment im vergleich zum rest-chôme liegt.

★ menschen, die in eher zentraler beratender rolle für cooljapan tätig sind, stellen fest, dass man tatsächlich sowas wie ein (neues, globaleres) geschäftsmodell dafür gebrauchen könnte. aber bevor sich jemand beruhigt fühlt: die erkenntnis kam für den anime-bereich. wir sind da jetzt auf dem level von selbsterkenntnis, das animexxdiskussionen zum thema vor locker fünf bis zehn jahren hatten.

lacher am rande: poppige vk-band im sonic ballroom im april. bei aller liebe zur location – wer hat die denn da hingebucht?

★ falls es wen nach london verschlägt: petit koenji ist ein kleiner rumpelladen, der wie ein mix aus den exzellenten secondhand-jogginganzügen / gummisaurier-accessoires des kinji, dem spielzeugangebot der kindheit im spiral und unserem wohnzimmer aussieht.

★ ich würd ihn gerne als empfehlung verlinken, da ich die idee sehr gut und unterhaltsam finde, aber es hapert leider an der umsetzung: der beginners guide to gyaru. wie konnten die mädels bitte die wunderbarste aller gyaru-geschichten übersehen? wer sich auch nur am rande für mode und subkultur interessiert, möchte alle drei teile lesen. (warnung: marxys artikel werden eure anforderungen an gescheite japan-recherche grundlegend verändern.)

★ philosophischer ausklang mit der frage: warum heißt das finch of amazing diner, wie es heißt? ist ein finke herr über ein diner mit spezialisierung auf hochzeitsfeiern? warum hat es gleichzeitig ein wappen und köstlich aussehendes steak? und warum spielen muto und ueno dort konzerte?

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aaargh, verpasst! dachte ich mir, als ich bei den kollegen von undermusik auf euro-termine von turtle island stieß – nen guten monat zu spät. aber machse nix, hier gibts zumindest video von ihrem auftritt beim tff rudolstadt. bleibt zu hoffen, dass es sie noch öfter hierher verschlägt, bisher bekam man an auslandsauftritten eher solche wie den auf der schau von blackmeans zur fashion week in new york mit. wo ich – trotz großer liebe zu diesem label – jetzt eher seltener bin. wobei folkfestivals auch eher nicht mein revier sind…hm.

mittendrin in den terminen sind wir für das ghibli filmfestival. warnung: es könnten schlechte deutsche dubs anwesend sein. glücklicherweise entgeht einem das sonst eher, aber angesichts der marrrderhunde neulich im tv (yep, pom poko) ist es leider erwähnenswert.

dann haben wir da noch eine zentral wichtige website, die mein leben sehr bereichert hat. und zwar conveniice: sie listen und reviewen eissorten aus dem konbini! so verpasst man auch außerhalb des landes keine wichtigen entwicklungen jenseits der corn soup / tomaten-schocker, die einem ja mittlerweile jede website mit japanbezug aufs brot schmiert. wer kein japanisch kann, kann zumindest verpackungen kucken.

ebenfalls ein lesetipp, diesmal aber auf englisch: tokyo for 91 days. zwei typen reisen um die welt und sind immer knappe drei monate im land. und genau das ist es, was mir daran gefällt: nix ist fieser als hundert touri-attraktionen in fünf tagen. tokyo ist eine stadt, die ich auch nach langen aufenthalten noch nicht komplett kenne und das ist perfekt so. der blog hat, illustriert mit tollen fotos, lauter persönliche favoriten (natürlich harajuku und shimokita, aber auch jimbocho, die monumental hässlichen büroberge in shinjuku, die gelben vögel in akasaka…) aber auch dinge, die noch auf meiner muss-sehen-liste stehen (hara museum…irgendwie lande ich immer im mori art museum, weil sie dinge wie dinosaurier haben und man die spinnen-maman besuchen muss). hachja.

und wo wir gerad bei tokyo sind, gute nachrichten (danke jez!): die ACB hall macht doch weiter! scheinbar in zusammenarbeit mit dem kingsx (auch potentiell relevant für punkrockkinder), aber sonst bleibt alles beim alten. generell kamen in letzter zeit einige venues dazu – ein beispiel aus anderer musikrichtung wäre das shinjuku reny, das zur ruido-gruppe zählt. das bietet am westausgang in shinjuku gelegen scheinbar eine eher elegante umgebung für vk-konzerte. ich meine, sie haben ein foyer undso! als kontrastprogramm hat dieser artikel eine schöne sammlung von eher ranzigen punk-venues, den wollt ich auch noch geteilt haben.

gelacht hab ich über vieles, einen top-platz belegt aber die ankündigung des sängers einer gewissen lieblingsband, seinen twitter-account beim erreichen von 20.000 tweets dichtzumachen. woraufhin sich natürlich alle fankinder beschwerten, dass sie dann ja keine kontaktmöglichkeit mehr hätten. seine reaktion? schreibt mir doch einfach ne email.  joah, ne. was man halt so tut, emails an megastars schreiben. kennze.

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eine runde bunter mix bittesehr.

★ zum einen wäre da der herr ishige (yep, der von den telephones), der sowohl kram von seinen soloalben als auch einige songs preview auf das neue werk präsentiert. wer bisher noch keine chance zum reinhören hatte: es ist anders, als man es angesichts von wildem telefonischem discorave erwarten würde, ruhiger und…ja, harmonisch ist das wort. trotzdem hat es einen ähnlichen vibe, und wer den an den telefonen mag, wird hier eine schöne erweiterung finden. dark becomes light erscheint übrigens heute.

★ auch frisch hochgeladen: die preview zu inorans anstehendem minialbum. previews sind das pure böse, immer wählen sie die lahmen teile der songs aus. ich weiß, die logik dahinter ist, dass ich den (guten) rest hören wollen und deswegen das album kaufen soll. (spoiler: funktioniert nicht.) ich lass es also einfach zur info da.

★ und mein ohrwurm der letzten wochen. ist nur ne demo, aber ich bin einfach zu beeinflussen, wenn der reggae crossovert und die riffs simpel genug sind. sonz of freedom ist das neue projekt von ryo yamagata (drums, arbeitet u.a. mit inoran), u:zo (bass, ex rize) und nutz (gitarre, fragt mich nicht woher), wobei die vocals von jon (fade und die hühnerband vom gackt) kommen. viel mehr gibts nicht an info, aber sie haben attraktive neujahrskarten.

★ dann hätten wir noch diesen mini-guide zu musikalisch ansprechenden bars in tokyo vom chef von japan underground / jpu. nur, damit ihr wisst, wo die leute rumhängen, die da urlaub machen und geld haben. während ich zwei festivals in einem monat mache und mir deswegen zu hause auf dem futon hockend den 99yen-happoshu schönzureden versuche. (nicht trinken. dagegen ist das 45cent-bier-bier vom euroshopper eine gourmet-offenbarung.)

★ als ich noch kein wort japanisch konnte, hab ich mir immer gewünscht, eines tages untertitel auf meinen konzert-dvds zu finden und den kram zu verstehen. propheten und berge in meinem persönlichen fall beiseite, heutzutage ist es zumindest stellenweise soweit und das freut mich! deswegen weise ich auch hier auf die world tour-dvd von den gazetten hin, auch, wenn die band mich kein stück interessiert.

★ allesamt ähnlich retro und doch so gegensätzlich sind auch die am sukekiyo-album beteiligten. das projekt selber ist schon eine verwirrende kombination von menschen (deg-kyo, zwei von den rentnern, basser von kannivalism und gitarrist von 9goats), aber am album remixten dann noch sugizo, hisashi (glay), ishii (cali=gari), hitoki (kuroyume) und TK (rintoshite) herum. und kirito ist gastvocal. ich kann mir kein stück vorstellen, wie das am ende klingen soll.

♫ 浅井健一 – love live love