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ein episches „and more“ nächste woche in berlin

nachdem es sogar der veranstalter nicht hinbekommen (oder aktiv vermieden?) hat, mal auf die exzellenz der gäste hinzuweisen, die mit plasticzooms nächste woche (24.2. urban spree, 15€) in berlin spielen: keine ahnung wie sie klingen, aber sie sind exzellent. bedankt euch bei kira für diesen fund!
selbst wenn plasticzooms mit ihrem newwave/elektropop nicht so ganz eure hausnummer sind: DUEL, die mitte februar mit auf der liste auftauchten, sind laut twitter

yamaji kazuhide, sonst unterwegs mit dip und gründer der i’m flash band (mit dem chiba, nakatatsu und kenken).

nakamura tatsuya. sollte euch der name allein nichts sagen: von damals blankey an unter anderem dabei bei losalios, mannish boys, friction, golden wet fingers, speeder-x, the day…

horie hirohisa, in der ersten besetzung von hiatus am keyboard und als producer mit dabeigewesen, sonst recordingmensch für eine lange liste an leuten.

nishimoto takeshi, der aktuell in berlin wohnt und in erster line aufnahmen und dinge macht.

sieht so aus, als wäre da gerad jemand für aufnahmen in berlin? andere konzerte finde ich aktuell nicht, nur für einen abend als gäste so eine truppe nach deutschland zu karren wäre etwas übertrieben. ich werde weiter die augen nach anderen gigs aufhalten, aber wenn jemand von euch da hingeht, fragt doch einfach mal nett nach. oder besser, geht wegen ihnen hin und erklärt ihnen, dass wir sie auch in köln gebrauchen könnten…

live: hotei, plasticzooms

frohes neues! mir kam zu ohren, dass dieses jahr mal wieder nix los sein soll hier?

gleich vier deutschlandshows von meister hotei! fürchterlich, das. zum support ist meines wissens noch nichts bekannt, aber tickets um die 25 euro – tragt eure hintern da hin, es wird exzellent. für köln kann ich attestieren, dass die location eine gute wahl ist, klingt gut, liegt gut, nicht zu groß, nicht zu klein. die setlists der letzten touren zeigen, dass er einen mix aus den neuen dingen (siehe oben das japaneezy pv mit iggy pop) und den guten alten klassikern bringt (für maximale 90s-psychedelik-dosis hier klicken).

11th April 2017 Frankfurt, Zoom
12th April 2017 Cologne, Clubbahnof Ehrenfeld
17th April 2017 Hamburg, Indra Club
18th April 2017 Berlin, Musik + Frieden
(quelle & rest-eurotermine)

verflucht, jetzt bin ich wieder in das ohrwurmyoutubeloch gefallen……und natürlich greift die klassische hotei-regel: wenn er hier spielt, bin ich in japan. schwingt ein bein für mich mit oderso. (tschuldigung.)

die plasticzooms haben ihre vage tourankündigung mittlerweile um einige konkrete deutschlandtermine erweitert, weitere stops sollen scheinbar noch folgen. normale tickets für köln liegen bei 13 euro, da simmer dann wohl mal dabei. mal sehen, was die live so auf dem kasten haben. falls sich irgendwer wohlhabend genug fühlt, um ein vip-ticket zu kaufen, könnte er das auch lassen und der vorband von dem geld halsdrops kaufen. musikalische kompetenzen beiseite, wer bucht diese ganzen möchtegern-dörren zu allem, was japanisch und nicht bei drei auf dem baum ist?

FEB 24: BERLIN (DE), PZ&guests (Bands& DJ), Urban Spree
FEB 25: BERLIN (DE), Monarch
MAR 8: COLOGNE (DE), + guest (SCARGOT), Blue Shell
APR 17: MONTREUX (CH) TBA
(quelle & rest)

hm, und sonst so? das jahr ist schon 10 tage alt, die hormon-ankündigung schwebt im raum, hey-smith gehen auf US-tour, crossfaith und co rödeln weiter durch UK… ahja, durch TMG (yep, tak damals) randrelevante erwähnung: eric martin spielt bei uns im pitcher.

live: von b wie balzac bis t wie toe

bier is auf, gehen wir die massive konzertliste an! die metalcore-welle rollt und ich sitze weiterhin daneben und warte darauf, dass mit ihr mal ein paar meiner lieblinge herüberschwappen. SiM, wie wärs, so statt der yokohama arena?
allerdings, ein wirkliches highlight steht für mich auch außerhalb japans an: kemuri (tourtrailer vom letzten jahr) kommen nach england und spielen zusammen mit less than jake vier shows! us-touren gehören für sie ja zum guten ton, deswegen haben sie da gleich noch eine mit angesagt, aber das wird der erste europabesuch seit den 90ern, vielleicht das erste experiment seit der reunion. sie sind eine großartige liveband, tickets sind mit 10 pfund spottbillig, oktober ist lang genug hin – falls noch jemand interesse am skapunk und die show in london im blick hat, bitte melden!

aber zu den terminen im deutschsprachigen raum. ich versuche, chronologisch zu sortieren, mich kurz zu fassen und verlinke diesmal die videos lieber, damit kein browser abschmiert.

BALZAC (aktuelles release) beehren uns in ein paar tagen endlich wieder! es gibt nur drei tourstopps, die sind aber alle in deutschland. die beiden soloshows kosten jeweils 13 euro, das WGT hat noch karten an der abendkasse. horrorpunkspaß vom feinsten, aber das muss ich wohl niemandem mehr erklären. hannover wär fast nen versuch wert, wenn ich nicht alleine hinregionalbahnern müsste.

13.05 Molotow Hamburg
15.05 Cafe Glocksee Hannover
16.05 Wave Gotik Treffen Leipzig
(quelle)

coldrain sind mal wieder unterwegs, haben es aber immer noch nicht geschafft, ihre musik zu ent-gema-blocken, also uraltvideo hier. folgende erreichbare termine gibt es noch, wenn ihr metalcore mögt und um die 30 tacken überhabt:

2016.05.13 – GERMANY HAMBURG / HEADCRASH
2016.05.14 – GERMANY BERLIN / COLUMBIA THEATRE
2016.05.15 – GERMANY KOLN / LUXOR
2016.05.16 – GERMANY MUNICH / STROM
2016.05.17 – GERMANY ESSEN / ZECHE
(quelle)

ebenfalls bereits in europa sind die funkigen menschen von osaka monaurail (live). wäre am 21. gern wieder dabei, mal sehen, ob das klappt. den preis fürs stahlwerk haben sie mittlerweile von 30 (?!?) auf 12 euro korrigiert. fragt mich nicht, warum, beschweren tu ich mich nicht.

18.5. Mojo Club Hamburg
19.5. Tausend Berlin
20.5. Soul Food Frankfurt
21.5. Soul Komplex (Stahlwerk) Düsseldorf
(quelle)

kurz darauf hätten wir plasticzooms mit ihrer eurotour, die neben berlin noch einen termin in köln enthält. auch wenn sie in ihrem neuen video mehr tumblr als tumblr sein wollen, für 10 euro kann man sich das mal geben, wa?

22.5. yard club köln
2.6. marie antoinette berlin(quelle)

wer one ok rock noch nicht über hat, die spielen auf dem rock am ring / rock im park sowie zwei termine in leipzig und münster. tickets um die 30 euro. hach, skaters palace, damals…

31.5. conne island leipzig
3./4.6. RAR / RIP
8.6. skaters palace münster
(quelle)

erstmals in europa sind i promised once, obwohl die band eine zusammenarbeit von japanern und deutschen ist. previewtrack vom neuen album hier, wer eben bei coldrain aufgehorcht hat, wird hier auch reinhören wollen. termine sind die folgenden, ab 16 euro seid ihr dabei:

09 June – Germany, Cologne @ MTC
11 June – Germany, Hamburg @ Headcrash
12 June – Germany, Berlin @ Marie Antoinette
18 June – Germany, Munich @ Garage Deluxe
19 June – Austria, Vienna @ Aera
(quelle)

deutlich klassisch metallischer (videobeweis) geht es weiter mit loudness, die für einige festivals anrücken und neben wacken und dem event mit dem schönen namen BÄÄÄM auch soloshows angekündigt haben.

8.6. flensburg
13.6. hamburg
14.6. bochum
(quelle)

und dann sind da toe, die (meines wissens) erstmals deutschland mit eingeplant haben! hier könnt ihr ins aktuelle album reinhören, wenn euch der sinn nach was ruhigerem, anspruchsvollerem steht. köln kostet nen zwanni und steht schon im kalender!

16.8. bi nuu berlin
17.8. club bahnhof ehrenfeld köln
22.8. dynamo zürich
(quelle)

schließen wir ab mit terminen in weiter ferne: der herbst ist traditionell monos jahreszeit! wieder gebäude 9, wieder mit dabei, würd ich mal mutmaßen. aktuelles video hier.

Oct 27, 2016 // Beatpol // Dresden, DE
Oct 29, 2016 // Strom // Munich, DE
Oct 30, 2016 // Gebaude 9 // Cologne, DE
Oct 31, 2016 // Jubez // Karlsruhe, DE
Nov 1, 2016 // Salzhaus // Winterthur, CH
Nov 21, 2016 // Uebel & Gefährlich // Hamburg, DE
Nov 27, 2016 // Binuu // Berlin, DE
Nov 30, 2016 // Szene // Vienna, AT
(quelle)

so, da sollte ja wohl für jeden was dabeisein!

live: bo ningen, plasticzooms, dj krush

es stehen einige touren bevor (yey), die ich allesamt verpassen werde (meh). hab trotzdem drei empfehlungen parat! nur kurz, weil auf dem sprung, aber hierüber wurde mir eindeutig zu wenig berichtet. sagt mal leuten bescheid, damit nicht am ende alles voller weinschorletrenchcoathipster und wdrfernsehenweltbürger ist.

beste news voran: bo ningen touren im märz endlich ausführlicher in deutschland, als support von savages. wenn da irgendwas in der nähe ist, hin da. ob sie durchgehend gemeinsam jammen wie hier oder ob es getrennte auftritte (solo-beispiel hier) werden, weiß ich nicht, aber es wird sich lohnen.

Thu. 3rd – Cologne, Germany, Luxor
Wed. 9th – Hamburg, Germany, Knust
Thu. 10th – Berlin, Germany, Berghain
Fri. 11th – Munich, Germany, Strom
Tue. 15 – Zurich, Switzerland, Dynamo

alle tourtermine hier

dann hätten wir ein event in berlin, das neben alten bekannten (gothika und dj sisen) nun auch plasticzooms angekündigt hat. heißt yomi no utage, läuft am 25.3. im urban spree, kost nen zehner. wer auf die anderen artists keinen bock hat: weitere tourtermine der zooms bis in den april hinein findet ihr hier. sie verlassen erstmals berlin! (um nach warschau zu fahren aber hey.)

dj krush beehrt uns ebenfalls wieder, der solarpinguin vermeldet folgende termine:

09.03.16 D-Heidelberg – Karlstorbahnhof
10.03.16 D-Leipzig – Werk 2
11.03.16 D-Berlin – Gretchen
12.03.16 D-Hamburg – Mojo

soweit! genießen sie und grüßen sie unbekannterweise, ich werd das ebenfalls tun!

live: afoc, tricot, one ok rock, plasticzooms

frohes neues! hoffe silvester habter gut überstanden, ommas rollbraten abtanzen geht zu folgenden gelegenheiten:

a flood of circle kommen anfang februar für zwei lives – allerdings nur nach london. die basserin kennt man eventuell von den tokyo pinsalocks. meine kurzbeschreibung wäre „getting better band von der garagigeren sorte“, wer irgendwas zwischen TMGE, bawdies und maries hört, wird sie wohl mögen.  wird nen blick wert sein, wenn man denn auf der insel ist.
eine längere, aber für NRW-ler nicht weniger beknackte eurotour spielen tricot. wobei: sie nähern sich! vorher wars noch die slowakei, jetzt sind immerhin berlin, hamburg und linz dabei:

Fri 18.Mar.2016 stadtwerkstatt (Linz, Austria)
Wed 23.Mar.2016  Urban Spree (Berlin, Gemany)
Thu 24.Mar.2016 Hafenklang (Hamburg, Germany)

wer in den letzten jahre irgendwelche größeren festivals der fernen weiten besucht oder aufnahmen gesehen hat, sollte keiner weiteren erklärung mehr bedürfen. mathematik und freude in einem satz.

das erste europakonzert der plasticzooms scheint erfolgreich gewesen zu sein, denn sie legen nach. alles weiterhin an ihrem aktuellen wohnort berlin, die genauen termine gibts hier.

randnotiz: one ok rock spielen dies jahr das rock am ring / rock im park. die offizielle seite hat noch nix, meldung kam via jpopasia.

der sonderplatz für den besten festivalnamen geht an das chiwacken festival in….chiba-ken. yep. auch das lineup kann sich sehen lassen, mit HPP, tokyo yankees, saber tiger etc.. (danke kira!)

♫ afoc – the beautiful monkeys

live: merry, plasticzooms

ersteres zuerst, aber nur kurz, denn die meisten werden es bereits wissen: nach neun langen jahren sind merry im frühjahr zurück in europa! diesmal mit b7klan, aber deutschland kommt termintechnisch wirklich nicht zu kurz:

02/03/2016 Cologne, Germany @ MTC
05/03/2016 Hamburg, Germany @ Headcrash
06/03/2016 Munich, Germany @ Feierwerk
(quelle)

tickets hat der me-shop, 35€ sind aufgerufen für ein normales, VIP kostet 50 und bringt euch ne stunde früheren einlass sowie eine signing session. basser tetsu ist nach seiner rückenverletzung immer noch nicht wieder fit und wird deswegen wohl nicht mit von der partie sein, aber ich bin sicher, sie finden, wie auch in japan, einen passenden ersatz.

sollte es interviews geben, wie wärs mit einer fortführung diverser hier letztens geäußerter gedanken? die macht der filterbubble ist mit mir, ich fordere fragen zur rolle von künstlern in der innen- und außenwahrnemung des landes!!1 (und bitte, bitte keine hammer/nagel-kurzschlüsse mehr. als hätten wir unter stern-sonderheften und dem raptor-verlag noch nicht genug gelitten.)

bereits nächste woche spielen plasticzooms in berlin, genauer am 29. im marie antoinette, eintritt 10 euro. die band ist schon länger in berlin, aber ich habs gerade noch so vor dem ersten konzert mitbekommen. aufgrund ihrer schon früh vorhandenen orientierung gen ausland nicht verwunderlich, aber das war wohl doch etwas plötzlich. spezifisch an new wave / post punk und haaren interessierte menschen sollten einen blick werfen, aber auch fans von allem von boom boom  satellites bis plastic tree werden sich sicher nicht fehl am platze fühlen. wann kommt ein nrw-termin?
abschließend ein kurzes resümee zu radwimps und ajikan: geht doch! auch, wenn die verlegung der wimpse vom stollwerk ins luxor böses erahnen ließ, war da der laden am ende doch gut voll. gut durchmischtes und wohlgelauntes publikum aus animekindern, lokal ansässigen japanern und von überall her angereisten, verständliche englischsprachige MCs – ich ging interessiert hinein und eher begeistert wieder hinaus. können wiederkommen!
ajikan war von vornherein kleiner geplant als beim ersten mal im gloria, wo mein motto glaube ich lautete, genauso große biere zu trinken wie große leerfläche in der halle vorhanden war. die alternden japanologen waren auch diesmal in der mehrheit, aber beiderseits der bühnenkante herrschte bessere feierlaune. man kann mokieren, dass dies in erster linie daran lag, dass sie einfach alle bekannten anime-openings einmal durchgezockt haben. hier würde ich aber die feststellung einer bekannten dagegenhalten, dass sie einfach mehr spass gemacht haben, als sie noch wirklich uncool aussahen. vielleicht musste man aber auch nur die passende balance für den jeweiligen auftrittsort finden, ein 300 mann-schuppen ist eben keins der gewohnten stadien.
beide konzerte haben mir auf jeden fall hoffnung gegeben, dass auch die lackhotpants-lose fraktion aus japan hier gut ankommen kann. kommentare zur publikumsreaktion auf man with a mission unterstreichen das gefühl, ihre goods haben sich hinterher wohl gar nicht schlecht verkauft, obwohl sie vorher nur eine handvoll leute kannten und alle für zebrahead gekommen waren.

ladenroboter

oh, schaut mal, die plasticzooms (bzw der asakawa) haben es zu mtv81 geschafft und prompt die filmcrew in den a store robot in harajuku geschleppt.

der steht seiner meinung nach für ura-harajuku und die synthese zwischen mode und musik, die er als grundlage für sein harajuku sieht. dass sie gerade diesen shop featuren um das zu zeigen, freut mich, allerdings ist es schade, dass sie das ganze scheinbar stark runtergekürzt haben. denn es ist interessant, wie ein angeblich so oberflächlicher bereich wie mode gerade punk in japan einiges an tiefe gibt, die ihm nur allzu gerne aberkannt wird, weil da ja keiner die ‚echten‘ entwicklungen in england oder amerika nachfühlen könne, weil die ganze rebellion nur ein look sei.

aber bleiben wir beim video und bei mode und musik und urahara (= ura-harajuku, quasi die rückseite von harajuku). ‚es ist nicht ausreichend, nur coole mode oder coole musik zu machen‘, schön und gut, aber wie genau ist es in diesem fall mehr geworden?

ich würd zu anfang gerne auf einen kurzen englischen artikel zur geschichte des punk in japan verweisen, aber das beste, was sich da machen lässt ist dieser von ian martin zur geschichte der alternativen musik in japan. merken wir uns einfach, tokyo rockers 79, zum beispiel der s-ken ist als reisender journalistenmusikerfotograf für den direkten import zuständig gewesen, größere zeitverschiebungen gab es da also nicht.

um als newcomer in einer hippen gegend wie harajuku* fuß zu fassen, blieb damals kaum eine andere wahl, als in die verwinkelten sträßchen hinter der meiji-dori zu ziehen, abseits der haupt-shoppingwege und in irgendein obskures apartment, gerne auch im zweiten stock hinten links. a store robot liegt zwar ebenerdig, aber mit dem bonus, dass sie nur über eine fußgängerbrücke zu erreichen sind. sie waren die ersten, die damals vivienne westwoods designs ins land holten. diese exklusivität prägte ihren ruf, sie sind bis heute nicht irgendein reseller, sondern haben eine eigene replica-linie. im video findet ihr neben dieser auch so einige sammlerstücke, die da so ganz unkommentiert an der wand hängen.

ebenfalls zu sehen und die nächste verbindung, ein shirt von den plastics. bands wie sie oder melon experimentierten mit punk, new wave und was sie sonst noch so fanden und sahen auch einen eigenen look als teil des gesamtkonzepts an. das nötige know how hierfür trugen die modestudenten in der szene bei, diese zeitzeugin beschreibt, wie sie das tsubaki house dank seiner mitgliederrabatte quasi schon tagsüber als mensa-ersatz besuchten oder wie dort lustige haarstyling-wettbewerbe abgehalten wurden. konzerte oder jobs im ausland ermöglichten einigen kreativen, immer weiter neue musik mitzubringen, die in den kleinen clubs auf dem plattenteller landete, und so erweiterte sich das repertoire stetig.

unter den besuchern von london nite und co war auch fujiwara hiroshi, der als punkfan nach london ging und am ende mit hip hop aus new york wiederkam. sein exklusiver fundus und sein wissen machten ihn zu einem gefragten designer, stylisten, kolumnisten, dj und rundherum zentralen punkt in der street fashion-szene. er half jonio und nigo bei der eröffnung von nowhere, die beiden bastelten ihre eigenen brands undercover und a bathing ape und damit war endgültig der grundstein gelegt für die entwicklung, für die der name urahara am ende stehen sollte: ein dichtes gewebe aus street fashion, musik und zitaten aus diversen szenen, von punk über skateboarding bis hin zum hiphop, gekrönt mit einem faible für alles limitierte, exklusive, historische. dieser teil der entwicklung ist hier nur noch begrenzt relevant, deswegen kürze ich ab. wer dazu mehr lesen will, dem empfehle ich dieses interview mit fujiwara sowie diesen und äh alle anderen artikel von marxy zu bape. zu wirkungen auf aktuelle designer diesen ln-cc artikel.

okay, hab ich mit dieser verrenkung jetzt die wurzel des wahren punk gefunden? wohl eher nicht. ich habe aber dank ein wenig hintergrundwissen ein instrument, um die entwicklungen in diesem bereich ein bisschen differenzierter zu betrachten als es anderswo üblich zu sein scheint.

natürlich gibt es auf der takeshita dori die billigen ‚punk‘-looks für die sonntags-rebellen aus den arte-dokumentationen. damit wird  sicher der größte umsatz gemacht, während die träger am wenigsten ahnung von der herleitung ihres stylings haben. der als so echt verehrte jimsinn hat zwar den korrekten musikgeschmack, verkauft letztendlich auch nichts anderes als mittlerweile etablierte basics, genau wie unsere hiesigen ‚alternativen‘ lädchen. gleichzeitig finden sich schon ein paar schritte weiter fanatiker, die es einem 0815-designerjob vorziehen, in irgendwelchen kellerlöchern ihre abstrusen ideen umzusetzen und sie an eine handvoll gleichdenkender weiterzureichen. die haben zwar die erwarteten radikalen ideen, hören aber nicht zwangsweise die richtige musik dazu. wer also kriegt das subkulturelle echtheitssiegel? vielleicht am ende doch wieder der ladenroboter, der mit seinem mix aus nostalgiekollektion und kreativen jungspunden in seiner eigenen kleinen bubbel vor sich hinschwebt.

tl;dr? der ladenroboter ist fein. ich habe keine ahnung von punk, aber einen internetzugang.

*  ich spreche die ganze zeit von harajuku, weil das beispiel es so hergibt, aber das ganze lässt sich aber sicherlich mit nur kleinen änderungen auch auf shimokita, koenji, amemura oder sonstwo übertragen.

希望 – 天%