Getagged: japandoku

linkmix

wie man sieht, vertiefe ich mich gerade in recherchen zur medialen repräsentation der perfekten daunenjacken der 80er. übrigens, live-news hab ich nicht vergessen, es gab nur in letzter zeit wirklich nix interessantes.

forschung zu visual kei geht gerne mal in ähnlichem maße schief wie deutsche zeitungsartikel zum thema. wenn dann noch gender-thematiken dazukommen…au weia.* aber ich fand eine arbeit, die mich hoffen lässt, obwohl sie in beide themenbereiche gehört. ein erstes drüberskippen zeigte, dass sich da jemand hingesetzt und extensiv tweets von halbnackten kleinwieseln analysiert sowie buck tick-liveoutfits ausgezählt hat. das in kombination mit der erkenntnis, dass live agierende szenen auch live betrachtet werden müssen – beste voraussetzungen, mich zumindest zu entertainen! wird gelesen, wenn mein hirn wieder mehr speicher frei hat, aber ihr könnt ja schonmal draufschauen.

★ jemand nen burger? hier erklärt euch ein spaßiger hund, was genau die leute drüben im mäcces zu euch sagen, während ihr da steht und entweder auf den menu flip hofft oder ihn fürchtet, weil der scheiss in der katakana-version vollkommen anders heißt und eure bestellung dann erst recht keiner versteht.

eine dokuserie zu den negativen seiten des arbeitsmarktes in japan, spezifischer zu überarbeitung, den net cafe-bewohnern und den tagelöhnern. dazu auch er hier, falls zu ostern wieder die verwandtschaft fragt, warum ihr nicht einfach für ne japanische firma arbeitet.

★ ich landete nach ewigkeiten mal wieder bei pixiv – sie führten eine kategorie für animationen ein! jetzt schaue ich faszinierende, psychedelische dinge wie diese im endlosloop, während meine arbeit sich selber tut. wheeee!

* zu ersterem: es gibt kein standardwerk, menschen zitieren wikipedia. weiteres könnt ihr euch ausmalen. zu zweiterem: ich möchte schreien, wenn wieder ein text ’stereotype stereotypen sind stereotyp‘-argumentationen bringt, die effektiv jede weitere art von wissenschaftlicher analyse unterbinden, weil gender. das sollte doch gerade nicht der punkt sein?!

linkmix

frohes neues!

während alle anderen menschen irgendwelche 2014-rückblicke posten, mach ich erstmal news.

kemuri sind mit guten news ins jahr gestartet: sie kriegen ein US-release bei asian man records! mirai wa akarui kommt im april, sagt der herr park bei twitter. die website spricht von einer „Collection of amazing songs from these Japanese ska/punk legends“ und von einer LP….also kein komplett neues album, sondern eher eine compilation? egal, es wird international verfügbar sein und somit auch für uns in ihrem shop zu kaufen. (da liegen auch so einige potshot-alben rum, nicotine und mugwumps sind auch bei ihnen. wer da bedarf hat, bittesehr.)

★ eine weitere, für fans wohl eher epische kollaboration: maximum the hormone inspirierten einen neuen dragonball-film mit ihrem song F (übersetzte lyrics in der beschreibung), also sprach herr toriyama sie darauf an und sie holten für ihn das release von 2008 nochmal aus der kiste, um damit einen der epischen kämpfe zu unterlegen. fukkatsu no F wird er heißen und sich dementsprechend um die wiederauferstehung des F (freeza) drehen. kinostart in japan ist anfang april.

★ ich hab kohaku diesmal nur nebenbei während der arbeit gesehen, aber im nachhinein gabs einige diskussionen über southern all stars und ihre abe-kritik durch songtext-änderungen und klebebärtchen. ist nicht ganz mein fachbereich, aber wer interesse hat, findet hier und da englischsprachige kommentare.

★ fans des alten birkenstock-ladens an der meiji-dori (schräg gegenüber dem unteren ende der takeshita-dori) müssen jetzt stark sein, denn er wurde durch das harajuku visitor center ersetzt, das sich asobisystem (die mit dem failigen kawaii festival neulich) ausgedacht haben. wer bisher in harajuku noch keinen ort gefunden hat, um geld zu tauschen, post zu verschicken, omiyage zu kaufen und gratiswlan abzugreifen, kriegt ihn jetzt im neon-format. für mich kein mehrwert – shoppen kann ich gerade da anderswo, ich kenne die postfilialen und wlan gibts im bahnhof oder bei starbucks. geldautomaten, die umfassend internationale karten akzeptieren wären mal was feines.

★ wer auf 80s kramzeug steht, wird erfreut sein über das revival der takarajima als vierteljährliche takarajima AGES. die erste ausgabe ist kurz vor jahresende erschienen und widmet sich mit einem special all den guten dingen, die sie damals zusammentrugen: die beteiligten von damals sammeln erinnerungen zu punk und new wave, streetfashion, clubs. und das modell scheint gut zu funktionieren, jedenfalls war sie schon am erscheinungstag bei amazon ausverkauft und ich musste einem der wenigen reseller eine unsumme in den rachen werfen. (wenn die post sie denn mal hergibt, werde ich berichten.)

★ weil es den aktuellen lieblingsanimu so gut zusammenfasst, sei ohne kommentar dieser tumblr empfohlen. stecke gerade irgendwo im letzten drittel der epische 155 folgen messenden zweiten staffel und liege regelmäßig lachend am boden, weil alles so überaus logisch, classy und politisch korrekt ist. elegante wortspiele runden diesen eindruck perfekt ab.

★ zum abschluss noch der hinweis auf eine kurze doku eines deutschen, in japan lebenden film- und fotomenschen: er zeigt den houshi ryokan sowie seine beeindruckende geschichte, denn der laden ist seit 1300 jahren in der hand der gleichen familie. die aufmerksamkeit, die der herr gerade bekommt, freut mich, sein blog wohnt lange schon in meinem feedreader und erfreut auch den sonst eher klischeegeplagten japanologen mit interessanten stories und hintergründen zu solchen medienproduktionen. einer meiner lieblingseinträge ist schon was älter, hat aber durch nakano und livehouses klaren heimvorteil.