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linkmix

heute leider ohne mondfische – keine zeit gehabt, um mich dem bullshit-teil meiner newsquellen zu widmen.

★ die trennung von andymori kam ja trotz aller verzögerungen – aber jetzt gibt es den ersten hinweis, wie es für die einzelnen mitglieder weitergeht: oyamada (vo) startet ein eigenes label, sparkling records.

★ breaking! 90s vk hatte visuell (ahaha) offensichtlich größeren einfluss als bisher gedacht: klatschpresse-mitarbeiter fanden ähnlichkeiten zu hollywood-exfreundinnen, ich bemerkte heute die eindeutige wieseligkeit von 90s kpop-videos. editier da mal bitte wer nen aktuellen vk-song als tonspur rein, dann verkaufen wir es als neue, ironisch retrogestylte band oderso.

★ das PV zum ’neuen‘ hide-song kogyaru ist raus! hier zu schauen, sogar ohne proxy-umwege.

★ zum thema digitalisierung und musikmarkt: dieses interview (jp) mit hisashi (glay). enthält (für westliche interessierte) weniger neue gedanken zu release-formen und promotion-arbeit der zukunft, aber auch die überlegung, ob man als musiker nicht mehr freiraum für experimente bekommt, wenn musik für alle frei verfügbar wird und der druck wegfällt, nur gut verkäufliches material zu produzieren. das unterstreicht, wie kurz die leine ist, an der in japan viele künstler gehalten werden. die zeiten der millionseller sind rum, aber die labels hängen ihnen mit großem enthusiasmus hinterher…ob line music da wohl was neues bringt, wenn sie spotify schon nicht auf den markt lassen wollen?

★ hihi, gab es wohl irgendwelche hintergedanken dabei, eine agentur für japanische künstler, die z.b. hier touren plant HIGHfeel zu nennen? egal, ramen events sind mit ihnen gemerged, was die eigentliche news ist.

★ nochmal gedanken zu industrie und popkultur, diesmal in professioneller außenansicht: ANN answerman (runterscrollen) widmet sich der frage, warum cool japan so glorios fehlschlägt, während andere länder das mit dem content und der weltweiten promotion gut hinbekommen.

linkmix

★ falls irgendjemand die letzten monate abseits der zivilisation verbracht hat – psycho le cemu gibt es wieder! inklusive cheesy trailer, in dem daishi aus mysteriösen fernen weiten wiederkehrt. auch die kostüme sind ganz wie damals – die mir bekannte restliche vk-szene müsste sich schon ganz schön strecken, um auf diese ideen zu kommen. mal sehen, was sie so musikalisch veranstalten!

★ in diesem zweiten fall von revival zu sprechen wäre wohl eher makaber aber es gibt einen neuen song von hide. i.n.a. hat nen hide vocaloid gebaut und damit einen track namens kogyaru / co gal (so die offiziellen romaji) fertiggestellt, der ursprünglich mit aufs ja zoo! album sollte. ein neuer song, das rechtfertigt…klar, ein ganzes albumrelease. mit lauter altem kram, plus einer vocaloid-version und dem originaldemo. mh. spannend wird das ganze für mich dadurch, dass es eine echte popkultur-konserve ist – (ko)gyaru waren eines der wichtigsten medienphänomene der späten 90er. wie wird das jetzt gemarketed, als das große retro-damals?

★ peinlicher scheiss gefällig? es gibt jetzt die offizielle gackt-app, in der ihr – natürlich mit ihm als gegenüber – die lovestories nachspielen könnt, die er für seine hochwertvollen songs erdacht hat. ein happy end hat ein foto zur folge. oderso. es wäre kein mobile game, wenn ihr nicht auch endlos geld ausgeben müsstet, um es durchzuspielen. betrinkt euch also besser nicht allzusehr, bevor ihr das ganze nur rein aus spass mal eben installiert.

★ ebenfalls eine frage, die sich immer wieder stellt: wer kuckt sich den mist eigentlich an? diese fotosammlung klärt das in zusammenhang mit einem babymetal-konzert in new york. wieder mal gut informiert.

★ eine weitere kurze anekdote zu lives außerhalb von japan: hyde hat im rahmen des tokyo international music market verkündet, bald ausführlicher im ausland touren zu wollen. außerdem werden menschen von sakanaction sowie [alexandros] zitiert, die ebenfalls spass an sowas hätten. hoffentlich lässt da mal jemand seinen worten taten folgen (und verlangt nicht 50+€ für ein reguläres ticket)!

★ und als rausschmeißer noch eine runde alte säcke und punkrock, in form des laughin‘ nose youtubekanals. vom PV bis hin zu kompletten konzertmitschnitten ist alles dabei, alt wie neu. da haben sie sich echt mühe gegeben und alles zusammengetragen, an das aktuell nur noch schwer ranzukommen ist. empfehlung: laughin’nose to iu ikikata ist gleichzeitig aktuelle doku und rückblick auf 30 jahre bandgeschichte.

hide tribute spirits

zinnng, und noch ein post!

hide-cover sind ja immer so ein ding. an der ersten tribute spirits-compliation führte ‚damals‘ ja kein weg vorbei und sie findet bis heute ihren weg in meine queues. zu jubiläen folgten dann wild verstreut cover, zum leidwesen seltsamer westlicher wiesel unter anderem pink spider von rize. dass ihre eigenen bands leider sehr viel miesere cover liefern, zeigten tribute spirits 2 und 3, dieser karaoke-versuch mitsamt myspace-gif-blinki-pv zeigt ganz gut, womit ich da ein problem hatte. danach folgten noch classical und remix-tributes, die ich vor lauter schreck aber irgendwie verpasste. (wenn die irgendwas können, teile man es mir bitte mit.)
für lacher und verwunderung sorgte bei mir ein gewisser gitarrist von glay, der letztes jahr plötzlich singend (!) auf der bühne stand und im zuge seines solos im nagai stadium tribut zollte. (wtf, sogar diese rumpelige pc-bastelkiste schlägt gewisse professionell veröffentlichte dinge…)

jetzt also tribute spirits 6 und 7. ‚female spirits‘ interessiert mich dabei weniger, koda kumis cover ist bereits erschienen und klingt, als hätte man sie zum singen in eine waschmaschine gesperrt. amiayas version hab ich durch zufall im september in paris live gehört, das war ganz nett, aber auch eher marke ‚you tried‘. so fünf coole artists mehr hätten dem lineup gutgetan, die tun ja so, als gäbe es keine female fronted bands, die in den 90ern hide gehört haben. (ja, ich weiß, das label stellt zusammen…)

worauf ich hingegen richtig bock hab ist ‚rock spirits‘. wahrscheinlich werden sie auch das wieder irgendwie verkacken, aber uhm, teilnehmerliste: cutt, kishidan, ginniku, glay, J, zeppet store, cherry coke$, d’erlanger, novembers, mori yukinojou (u.a. texter für hide, den hotei, das dragonball-theme etc.) und imai hisashi.
gut, glay haben ihren hintern nicht für ein re-recording hochbekommen und das ganze scheinbar nur von INA remixen lassen, aber der rest klingt jetzt nicht direkt schlecht. abwechslungsreich genug, um für chaos zu sorgen, meinem nicht-fan-fachwissen zufolge alle auch noch irgendwie mit ner persönlichen verbindung zum meister selber.
lustig wäre es sicher auch mit kibou geworden, die mit ihrem kruden skapunk/vk-mix noch mehr random eingebracht hätten, aber nun gut, es soll ja keinen verschrecken. da tuns auch die cherrycoke$. (deren bezug war mir lange zeit unklar, bis der basser sich irgendwann vom jott das ok für ein WUMF-tattoo holte…woraufhin plötzlich einiges sinn ergab.)

wohlan. die spirits 6 und 7 erscheinen am 18.12., passend zum weihnachtsgeschäft. mal sehn, mal sehn.