Getagged: glay

linkmix

★ WTF der woche: bo ningen haben scheinbar irgendwas mit zoolander 2 am hut? großartige soundtracks machen mir manch fragwürdige story schmackhaft – und ich meine sogar, den ersten teil gesehen und überlebt zu haben…mal sehen, was das wird.

★ spannender artikel über die 68er studentenproteste in tokyo. auch, wenn es hier noch so kategorisch ausgeschlossen wird – hätte gerne mal eine geschichte der querverbindungen zwischen universitätskultur und rockmusik, den zirkeln verdanken wir im späteren verlauf ja doch einige großartige bands.

★ kontinuierliche themen sind kontinuierlich: hier ein sehr ausführliches video zur großartigkeit und benutzung von onsen. mein größtes problem mit onsen ist meine luftfeuchtigkeitsbedingte blindheit in ebenjenen (im gegenzug muss ich dann aber auch keine schrumpelomas ankucken), aber es soll ja noch skeptiker geben, die sich hiervon überzeugen lassen können. weiteres argument: extensive sento-gänge ermöglichten mir ein marathonprogramm von zwei tagen festival, einem elle- und einem hormon-live innerhalb einer woche, mit jetlag und im hochsommer.

★ harajuku baut weiter um. diesmal positiv erwähnenswert: nachdem sich der topshop kürzlich unehrenwert aus dem laforet (und dem land) verzog, wurde ein großer teil des zweiten stocks frei. und sie haben es nicht wieder an irgendeinen langweilerbetrieb mit verdreifachten preisen vermietet, sondern bauen unter anderem einen bereich für junge labels hinein – und einen frittenladen. läuft.

★ schaut das PV zu oomori seikos hayatochiri. schaut das PV zu glays yuuwaku. fragt euch, ob die jugend von heute zweiteres wohl dank ersterem erst kennenlernen durfte. meditiert über den sinn und zweck von tischdeckenlack, wenn er nicht bedeckt.

Advertisements

linkmix

heute leider ohne mondfische – keine zeit gehabt, um mich dem bullshit-teil meiner newsquellen zu widmen.

★ die trennung von andymori kam ja trotz aller verzögerungen – aber jetzt gibt es den ersten hinweis, wie es für die einzelnen mitglieder weitergeht: oyamada (vo) startet ein eigenes label, sparkling records.

★ breaking! 90s vk hatte visuell (ahaha) offensichtlich größeren einfluss als bisher gedacht: klatschpresse-mitarbeiter fanden ähnlichkeiten zu hollywood-exfreundinnen, ich bemerkte heute die eindeutige wieseligkeit von 90s kpop-videos. editier da mal bitte wer nen aktuellen vk-song als tonspur rein, dann verkaufen wir es als neue, ironisch retrogestylte band oderso.

★ das PV zum ’neuen‘ hide-song kogyaru ist raus! hier zu schauen, sogar ohne proxy-umwege.

★ zum thema digitalisierung und musikmarkt: dieses interview (jp) mit hisashi (glay). enthält (für westliche interessierte) weniger neue gedanken zu release-formen und promotion-arbeit der zukunft, aber auch die überlegung, ob man als musiker nicht mehr freiraum für experimente bekommt, wenn musik für alle frei verfügbar wird und der druck wegfällt, nur gut verkäufliches material zu produzieren. das unterstreicht, wie kurz die leine ist, an der in japan viele künstler gehalten werden. die zeiten der millionseller sind rum, aber die labels hängen ihnen mit großem enthusiasmus hinterher…ob line music da wohl was neues bringt, wenn sie spotify schon nicht auf den markt lassen wollen?

★ hihi, gab es wohl irgendwelche hintergedanken dabei, eine agentur für japanische künstler, die z.b. hier touren plant HIGHfeel zu nennen? egal, ramen events sind mit ihnen gemerged, was die eigentliche news ist.

★ nochmal gedanken zu industrie und popkultur, diesmal in professioneller außenansicht: ANN answerman (runterscrollen) widmet sich der frage, warum cool japan so glorios fehlschlägt, während andere länder das mit dem content und der weltweiten promotion gut hinbekommen.

linkmix

aaargh, verpasst! dachte ich mir, als ich bei den kollegen von undermusik auf euro-termine von turtle island stieß – nen guten monat zu spät. aber machse nix, hier gibts zumindest video von ihrem auftritt beim tff rudolstadt. bleibt zu hoffen, dass es sie noch öfter hierher verschlägt, bisher bekam man an auslandsauftritten eher solche wie den auf der schau von blackmeans zur fashion week in new york mit. wo ich – trotz großer liebe zu diesem label – jetzt eher seltener bin. wobei folkfestivals auch eher nicht mein revier sind…hm.

mittendrin in den terminen sind wir für das ghibli filmfestival. warnung: es könnten schlechte deutsche dubs anwesend sein. glücklicherweise entgeht einem das sonst eher, aber angesichts der marrrderhunde neulich im tv (yep, pom poko) ist es leider erwähnenswert.

dann haben wir da noch eine zentral wichtige website, die mein leben sehr bereichert hat. und zwar conveniice: sie listen und reviewen eissorten aus dem konbini! so verpasst man auch außerhalb des landes keine wichtigen entwicklungen jenseits der corn soup / tomaten-schocker, die einem ja mittlerweile jede website mit japanbezug aufs brot schmiert. wer kein japanisch kann, kann zumindest verpackungen kucken.

ebenfalls ein lesetipp, diesmal aber auf englisch: tokyo for 91 days. zwei typen reisen um die welt und sind immer knappe drei monate im land. und genau das ist es, was mir daran gefällt: nix ist fieser als hundert touri-attraktionen in fünf tagen. tokyo ist eine stadt, die ich auch nach langen aufenthalten noch nicht komplett kenne und das ist perfekt so. der blog hat, illustriert mit tollen fotos, lauter persönliche favoriten (natürlich harajuku und shimokita, aber auch jimbocho, die monumental hässlichen büroberge in shinjuku, die gelben vögel in akasaka…) aber auch dinge, die noch auf meiner muss-sehen-liste stehen (hara museum…irgendwie lande ich immer im mori art museum, weil sie dinge wie dinosaurier haben und man die spinnen-maman besuchen muss). hachja.

und wo wir gerad bei tokyo sind, gute nachrichten (danke jez!): die ACB hall macht doch weiter! scheinbar in zusammenarbeit mit dem kingsx (auch potentiell relevant für punkrockkinder), aber sonst bleibt alles beim alten. generell kamen in letzter zeit einige venues dazu – ein beispiel aus anderer musikrichtung wäre das shinjuku reny, das zur ruido-gruppe zählt. das bietet am westausgang in shinjuku gelegen scheinbar eine eher elegante umgebung für vk-konzerte. ich meine, sie haben ein foyer undso! als kontrastprogramm hat dieser artikel eine schöne sammlung von eher ranzigen punk-venues, den wollt ich auch noch geteilt haben.

gelacht hab ich über vieles, einen top-platz belegt aber die ankündigung des sängers einer gewissen lieblingsband, seinen twitter-account beim erreichen von 20.000 tweets dichtzumachen. woraufhin sich natürlich alle fankinder beschwerten, dass sie dann ja keine kontaktmöglichkeit mehr hätten. seine reaktion? schreibt mir doch einfach ne email.  joah, ne. was man halt so tut, emails an megastars schreiben. kennze.

linkmix

eine runde bunter mix bittesehr.

★ zum einen wäre da der herr ishige (yep, der von den telephones), der sowohl kram von seinen soloalben als auch einige songs preview auf das neue werk präsentiert. wer bisher noch keine chance zum reinhören hatte: es ist anders, als man es angesichts von wildem telefonischem discorave erwarten würde, ruhiger und…ja, harmonisch ist das wort. trotzdem hat es einen ähnlichen vibe, und wer den an den telefonen mag, wird hier eine schöne erweiterung finden. dark becomes light erscheint übrigens heute.

★ auch frisch hochgeladen: die preview zu inorans anstehendem minialbum. previews sind das pure böse, immer wählen sie die lahmen teile der songs aus. ich weiß, die logik dahinter ist, dass ich den (guten) rest hören wollen und deswegen das album kaufen soll. (spoiler: funktioniert nicht.) ich lass es also einfach zur info da.

★ und mein ohrwurm der letzten wochen. ist nur ne demo, aber ich bin einfach zu beeinflussen, wenn der reggae crossovert und die riffs simpel genug sind. sonz of freedom ist das neue projekt von ryo yamagata (drums, arbeitet u.a. mit inoran), u:zo (bass, ex rize) und nutz (gitarre, fragt mich nicht woher), wobei die vocals von jon (fade und die hühnerband vom gackt) kommen. viel mehr gibts nicht an info, aber sie haben attraktive neujahrskarten.

★ dann hätten wir noch diesen mini-guide zu musikalisch ansprechenden bars in tokyo vom chef von japan underground / jpu. nur, damit ihr wisst, wo die leute rumhängen, die da urlaub machen und geld haben. während ich zwei festivals in einem monat mache und mir deswegen zu hause auf dem futon hockend den 99yen-happoshu schönzureden versuche. (nicht trinken. dagegen ist das 45cent-bier-bier vom euroshopper eine gourmet-offenbarung.)

★ als ich noch kein wort japanisch konnte, hab ich mir immer gewünscht, eines tages untertitel auf meinen konzert-dvds zu finden und den kram zu verstehen. propheten und berge in meinem persönlichen fall beiseite, heutzutage ist es zumindest stellenweise soweit und das freut mich! deswegen weise ich auch hier auf die world tour-dvd von den gazetten hin, auch, wenn die band mich kein stück interessiert.

★ allesamt ähnlich retro und doch so gegensätzlich sind auch die am sukekiyo-album beteiligten. das projekt selber ist schon eine verwirrende kombination von menschen (deg-kyo, zwei von den rentnern, basser von kannivalism und gitarrist von 9goats), aber am album remixten dann noch sugizo, hisashi (glay), ishii (cali=gari), hitoki (kuroyume) und TK (rintoshite) herum. und kirito ist gastvocal. ich kann mir kein stück vorstellen, wie das am ende klingen soll.

♫ 浅井健一 – love live love