Kategorie: releases

neue musik: monoeyes und kemuri

mahlzeit!

gerade reichte jez den ersten song vom neuen hosomi-projekt MONOEYES rein. ein einmann-ellegarden wird er nie werden, aber damn, ist das natsukashii! kann man sehr gut zum wachwerden hören!

neben ihm tun hier der todaka von art-school, scott murphy von allister sowie ichise, der drummer von asparagus ihr werk. als art-school-fankind warte ich natürlich auf weitere songs und hoffe, dass mehr von dem sound durchscheint, aber ansonsten beschwere ich mich nicht. die erste EP, die ebenfalls my instant song heißt, erscheint morgen.

ich hab ja wirklich versucht, the hiatus zu mögen, hab sie mir live angesehen, die alben waren routinemäßig mit im player. verstehe auch den wunsch, aus engen stilistischen grenzen auszubrechen und hab mich wirklich drauf gefreut, was so hochkarätige menschen sich gemeinsam neues ausdenken werden. was am ende rauskam war aber eher so sorte supermarktfertiger fruchtundgemüse-smoothie. da geht auch eine menge sehr diverser zutaten rein, was sich dann mächtig abenteuerlich anfühlt und auf dem label den hipness-bonus bringt, aber am ende ist alles matschbraun und schmeckt nur nach apfelsaft, damit es ja jedem gefällt.

hiatus läuft zwar weiter, aber nicht nur der hosomi, sondern auch weitere teile scheinen sich ein bisschen zu langweilen: masa spielt wieder mit fullscratch und ist auch zurück in der J band, ueno macht wieder mit radio caroline weiter… beziehe ich kloppe, wenn ich sage, alles wird gut?

und damit mein gerante auch ja konsistent wirkt, hier eine band, bei der ich froh bin, dass sie immer noch klingt wie vor zehn, fuffzehn jahren. jep, gibt neuen / alten sound von kemuri!


(proxy nötig)

das neue album F kommt im juli. gleichzeitig steht ein best of an, das einige re-recordings bringt. dem haben wir auch eine neuaufnahme des PMA-PVs zu verdanken: wenn ihr den beweis sucht, dass diese band kameras weiterhin eher unbeholfen bis skeptisch gegenübersteht – hier die neue fassung, da die alte. die klamotten sind auch nur marginal besser geworden, es ist großartig.

ohrwurmnews

bekämpfe gerade meine britpop-ohrwürmer und dachte mir, ich nutze die zeit produktiv und teile news und musikrelevante teile des internets. und nenne gleich dazu passende gegenmaßnahmen, falls auch gestern abend jemand arte geschaut hat und die 90er jetzt nicht wieder los wird.

★ schlechte nachrichten zuerst: uplift spice haben heute angekündigt, dass sie nach den angekündigten lives vorerst pausieren werden, weil ihre (musikalischen?) ziele aktuell zu unterschiedlich sind. wie es weitergeht, lassen sie noch offen, aber ich hoffe nach dem starken letzten album sehr, dass wir da bald gleich mehrere projekte zu hören bekommen und nicht auf sie verzichten müssen. ♫kanojo

★ beträchtlich positiver: kemuri bringen am 8.10. ein neues album namens rampant. und produzieren obendrein noch eine compilation, die einen wirklich schönen überblick über diese ecke der skapunkszene in japan geben wird. heißt stranger than ska, erscheint anfang september. beteiligt sind neben kemuri (und den mitglieder-projekten) altehrwürdige menschen wie the man, aber auch jungspunde wie feelflip und sevenstep. ♫pride of lions

★ 180° in die andere richtung gedreht und trotzdem newswürdig: guniw tools haben laut eigener aussage drei jahre verpennt, sind jetzt aber aufgewacht und spielen wieder konzerte! okay, zwei. in fragwürdigen winkelclubs mit sonnemondsterne-namen und psychedelischen drahtvögeln. und sie haben eine wunderbare, in word gebastelte website. ♫fancy pink

★ mtv81 haben the bonez und group_inou auf dem rock in japan interviewt. okay, ich erwähne das eher um diese liveversion verlinken zu können, aber lest den kram mal, damit die die klicks sehen und mehr coole artists featuren. ♫therapy

babymetal spielen wieder in london diesen herbst. an dieser stelle genießen wir die stille.

★ auch für SiM steht ein neues album am 17.9. an. als preview wurde dazu jetzt gunshots veröffentlicht – düdelige melodie in kombination mit all den stückchen, aus denen sich ihr sound halt zusammensetzt. solange das album nicht ein einziges selfcover wird (oder noch dubsteppiger…), solls klargehen. ♫blah blah blah 

★ spass zum abschluss: die gazetten haben ärger mit leuten, die sich als sie ausgeben und damit gutgläubige anhänger abziehen. das label lässt ausrichten, dass sie selber nie fans direkt kontaktieren würden. scharen von fankindern sehen ihre träume zerplatzen und weinen bittere, schwarze tränen.

…ngh, oasis wehren sich immer noch. da müssen härtere geschütze her.

skafrühling

während einige gute und weniger gute alben in meiner playlist rumlungern, die erwähnt werden sollten, passend zu sonne, warm und den ersten (für den nicht-teilnehmer brutalen) festival-lineup-news erstmal ne ladung ska.

schaltet eure proxies an, denn wir legen los mit einem track, den avex mal wieder hermetisch abgeriegelt hat:

okay, disclaimer: ska-coveralben sind so eine sache, mit der man mich immer kriegt. da kannste irgendwelchen kram covern und es ist am ende zumindest noch tanzbar. und kemuri probieren das mit kemurified jetzt auch mal aus, inklusive der bunt durchmischten tracklist. genaugenommen war das kiss-cover das letzte, was ich davon vorab hören wollte, aber nein, das ist der promotrack und sonst ist da auch nix im großen weiten internet. wobei sich ein genauerer blick durchaus sehr lohnen könnte, denn davon abgesehen steht alles von rancid und den descendents über aerosmith, fishbone und iron maiden alles mögliche an. die genaue tracklist findet sich hier. lohnt sich, oder?


geht weiter mit zwei großen namen, skapara haben 25-jähiges bandjubiläum und zelebrieren das mit dieser zusammenarbeit mit monpachi. nnnnice! hallo okinawa! wenn ich groß bin, werde ich auf deinem WWW festival wild herumtanzen!


jep, ich hab shakalabbits gesagt. und ska. natürlich beschreibt sie das nicht komplett, aber clutch hat sich damals in mein hirn eingebrannt und deswegen ist die verbindung einfach da. und sie machen gutgelaunte musik und brachten kürzlich und für mich überraschend ein neues minialbum raus, auf das @volci mich hinwies (danke!!). also, warum nicht?


der abschlusstrack fällt nach den großen namen vorher vielleicht etwas raus, aber nachdem ich ihn seit erscheinen hart feiere und der sound immer noch ne schöne abwechslung ist, hat der herr mastrogiovanni auch ne empfehlung verdient.

soweit!

linkmix

eine runde bunter mix bittesehr.

★ zum einen wäre da der herr ishige (yep, der von den telephones), der sowohl kram von seinen soloalben als auch einige songs preview auf das neue werk präsentiert. wer bisher noch keine chance zum reinhören hatte: es ist anders, als man es angesichts von wildem telefonischem discorave erwarten würde, ruhiger und…ja, harmonisch ist das wort. trotzdem hat es einen ähnlichen vibe, und wer den an den telefonen mag, wird hier eine schöne erweiterung finden. dark becomes light erscheint übrigens heute.

★ auch frisch hochgeladen: die preview zu inorans anstehendem minialbum. previews sind das pure böse, immer wählen sie die lahmen teile der songs aus. ich weiß, die logik dahinter ist, dass ich den (guten) rest hören wollen und deswegen das album kaufen soll. (spoiler: funktioniert nicht.) ich lass es also einfach zur info da.

★ und mein ohrwurm der letzten wochen. ist nur ne demo, aber ich bin einfach zu beeinflussen, wenn der reggae crossovert und die riffs simpel genug sind. sonz of freedom ist das neue projekt von ryo yamagata (drums, arbeitet u.a. mit inoran), u:zo (bass, ex rize) und nutz (gitarre, fragt mich nicht woher), wobei die vocals von jon (fade und die hühnerband vom gackt) kommen. viel mehr gibts nicht an info, aber sie haben attraktive neujahrskarten.

★ dann hätten wir noch diesen mini-guide zu musikalisch ansprechenden bars in tokyo vom chef von japan underground / jpu. nur, damit ihr wisst, wo die leute rumhängen, die da urlaub machen und geld haben. während ich zwei festivals in einem monat mache und mir deswegen zu hause auf dem futon hockend den 99yen-happoshu schönzureden versuche. (nicht trinken. dagegen ist das 45cent-bier-bier vom euroshopper eine gourmet-offenbarung.)

★ als ich noch kein wort japanisch konnte, hab ich mir immer gewünscht, eines tages untertitel auf meinen konzert-dvds zu finden und den kram zu verstehen. propheten und berge in meinem persönlichen fall beiseite, heutzutage ist es zumindest stellenweise soweit und das freut mich! deswegen weise ich auch hier auf die world tour-dvd von den gazetten hin, auch, wenn die band mich kein stück interessiert.

★ allesamt ähnlich retro und doch so gegensätzlich sind auch die am sukekiyo-album beteiligten. das projekt selber ist schon eine verwirrende kombination von menschen (deg-kyo, zwei von den rentnern, basser von kannivalism und gitarrist von 9goats), aber am album remixten dann noch sugizo, hisashi (glay), ishii (cali=gari), hitoki (kuroyume) und TK (rintoshite) herum. und kirito ist gastvocal. ich kann mir kein stück vorstellen, wie das am ende klingen soll.

♫ 浅井健一 – love live love

neu am start: ember

der punkrock ist hier in letzter zeit eindeutig zu kurz gekommen. heute also ein dezenter hinweis auf eine neue formation, die mir vor einigen wochen über meinen twitterfeed begegnete.

(proxy bitte)

ember sind als angebliche newcomer unter vertrag bei der ehrwürdigen pizza des todes, aber weder die bandmitglieder, noch der sound werden irgendwem neu sein. im gegenteil: der herr an vocals und gitarre ist minami (ex. kemuri, ken band), dazu kommen basser tsuyoshi (ex wrong scale / ivory7chord) sowie utchie von egg brain an den drums.

sie haben bisher ein album veröffentlicht, das heißt new neighbors, hat 12 tracks und ja. musikalisch entfernen sie sich nicht allzu weit von dem, was solche menschen nunmal tun. ich hab mich ein bisschen erschrocken, wie gut das minaminesische englisch ist und…wie sehr die komplette band einfach nach der musik der kindheit klingt. dudelig, melodisch, extensiv amerikanisch – einmal das album durchgehört und es wohnt in meinem kopf. mist.

ich kenne menschen, die das ganze mit einem naserümpfen als übersimple ‚fröhliche musik‘ abtun und meiden werden, weil es all die dinge in sich ansammelt, für die dieser teil des punkrocks verschrien ist. allerdings hoffe ich, dass es auch welche gibt, die genau das ebenso erfreulich finden wie ich. innovation beiseite, stellt euch das live vor!!

wer weiter reinhören will, findet obigen track und zwei weitere auch auf der POD-soundcloud (vorbildlich, vorbildlich, herr yokoyama!).

hide tribute spirits

zinnng, und noch ein post!

hide-cover sind ja immer so ein ding. an der ersten tribute spirits-compliation führte ‚damals‘ ja kein weg vorbei und sie findet bis heute ihren weg in meine queues. zu jubiläen folgten dann wild verstreut cover, zum leidwesen seltsamer westlicher wiesel unter anderem pink spider von rize. dass ihre eigenen bands leider sehr viel miesere cover liefern, zeigten tribute spirits 2 und 3, dieser karaoke-versuch mitsamt myspace-gif-blinki-pv zeigt ganz gut, womit ich da ein problem hatte. danach folgten noch classical und remix-tributes, die ich vor lauter schreck aber irgendwie verpasste. (wenn die irgendwas können, teile man es mir bitte mit.)
für lacher und verwunderung sorgte bei mir ein gewisser gitarrist von glay, der letztes jahr plötzlich singend (!) auf der bühne stand und im zuge seines solos im nagai stadium tribut zollte. (wtf, sogar diese rumpelige pc-bastelkiste schlägt gewisse professionell veröffentlichte dinge…)

jetzt also tribute spirits 6 und 7. ‚female spirits‘ interessiert mich dabei weniger, koda kumis cover ist bereits erschienen und klingt, als hätte man sie zum singen in eine waschmaschine gesperrt. amiayas version hab ich durch zufall im september in paris live gehört, das war ganz nett, aber auch eher marke ‚you tried‘. so fünf coole artists mehr hätten dem lineup gutgetan, die tun ja so, als gäbe es keine female fronted bands, die in den 90ern hide gehört haben. (ja, ich weiß, das label stellt zusammen…)

worauf ich hingegen richtig bock hab ist ‚rock spirits‘. wahrscheinlich werden sie auch das wieder irgendwie verkacken, aber uhm, teilnehmerliste: cutt, kishidan, ginniku, glay, J, zeppet store, cherry coke$, d’erlanger, novembers, mori yukinojou (u.a. texter für hide, den hotei, das dragonball-theme etc.) und imai hisashi.
gut, glay haben ihren hintern nicht für ein re-recording hochbekommen und das ganze scheinbar nur von INA remixen lassen, aber der rest klingt jetzt nicht direkt schlecht. abwechslungsreich genug, um für chaos zu sorgen, meinem nicht-fan-fachwissen zufolge alle auch noch irgendwie mit ner persönlichen verbindung zum meister selber.
lustig wäre es sicher auch mit kibou geworden, die mit ihrem kruden skapunk/vk-mix noch mehr random eingebracht hätten, aber nun gut, es soll ja keinen verschrecken. da tuns auch die cherrycoke$. (deren bezug war mir lange zeit unklar, bis der basser sich irgendwann vom jott das ok für ein WUMF-tattoo holte…woraufhin plötzlich einiges sinn ergab.)

wohlan. die spirits 6 und 7 erscheinen am 18.12., passend zum weihnachtsgeschäft. mal sehn, mal sehn.