reisebüro rock’n’railpass: konzerte für günstiger?

machen wir uns nichts vor, konzerte können in den fernen weiten schnell ins geld gehen. es gibt allerdings auch optionen für alle ohne dickes bankkonto, die ich euch zum abschluss der miniserie mal zusammengeschrieben habe. wäre ich ein cooler hipper youtuber würde ich an dieser stelle kira neben mir sitzen haben – oder vielmehr sie ins video schneiden müssen, weil sie derzeit noch in tokyo chillt. konzerte sind ihr ding und sparen ebenfalls, viel von dem was nun folgt, hab ich von oder gemeinsam mit ihr gelernt.

was kost mich ein konzert?

variiert wild, aber so als beispiel: rechnen wir 3000yen für ein event-ticket, 500yen fürs drinkticket. dann noch 300 für den locker, zwischen 400 und 600 für jeden weiteren drink. goods gefällig? tshirts liegen häufig zwischen 2500 und 3000yen, towels um die tausend, bei CDs ist von 500 für ne demo bis 3000+ für ein album mit dvd und klingeling alles dabei (was imo aber nur relevant ist wenn der kram 会場限定, kaijou gentei ist, also nur auf den konzerten verkauft wird). die goods sind meist echt gut gemacht und auch eine gute sache um mit den bandmenschen ins gespräch zu kommen – wer euch was verkaufen will, muss mit euch reden. es sei aber festgehalten: so blödsinn wie hier vonwegen „ohne kauf kein autogramm“ hab ich noch nie erlebt, wenn die kohlen nicht für einkäufe reichen lasst euch im zweifelsfalle halt das ticket signieren, wenn ihr auf sowas steht. nur idealerweise nicht euren hintern, das könnte für tumult sorgen.

hilfe, in den letzten vier tagen war ich auf fünf konzerten, japan macht mich arm! komm ich nicht irgendwie günstiger rein?

schüler und studenten frohlocket: dieses jahr sind mir verstärkt 学割 (gakuwari, schüler/studirabatte) aufgefallen. bei weitem nicht überall, aber wenn ihr das wort auf dem flyer oder der website seht, zeigt ihr am einlass euren ausweis vor und fragt z.b. „gakuwari wa dekimasuka?“ („könnte ich den studirabatt bekommen?“). das funktioniert als direkte rabatteriung bei tagestickets oder yoyaku, eventuell bei vvk-tickets als cashback – schaut einfach, was dazu auf den websites angegeben ist. vorwarnung dazu: es kann sein, dass man euch mit einem ausländischen oder auch internationalen studiausweis nix geben kann, es ist und bleibt entscheidung und service des veranstalters. wenn es angekündigt ist, frage ich wie bei allen anderen möglichkeiten (museen etc.) einfach freundlich nach und zeige meinen deutschen studiausweis, nen internationalen hatte ich nie und habe ich bisher nicht gebraucht. außerdem dran denken, dass ihr in japan erst ab 20 offiziell trinken dürft – kommt eventuell nicht so gut, den schülerausweis vorzuzeigen und sich erstmal nen schnaps zu bestellen.

in einigen wenigen fällen bieten livehouses auch rabatte für touristen – eine nette willkommensgeste, die sich in meinen augen aber an zufallsbesucher richtet und nicht an menschen wie uns, die schon für künstler anrücken, die wir kennen. wenn ihr nen laden kennenlernen wollt ist es sicher eine option, aber behängt mit goods der band anzurücken und diesen rabatt zu verlangen, fänd ich eher fragwürdig.

günstig ist immer noch zu teuer?

manche livehouses wie das chelsea hotel in shibuya, haben spezielle tage oder zeiten, zu denen man nur ein drink minimum (1 oder 2 drinktickets, also 500 oder 1000yen meistens) zahlt und die meist eher kleinen künstler für lau genießen darf. dass euch hier meist keine superstars erwarten dürfte klar sein, aber es gibt reihenweise talentierte künstler, die sich so ein größeres publikum erspielen wollen. das angebot kann bunt gemischt sein, mir begegnen aber auch immer wieder veranstaltungsreihen, die sich auf eine musikrichtung spezialisiert haben. und dann wären da noch die instore-konzerte, die meistens in plattenläden stattfinden. für die tower records-filialen gilt, dass cd-käufer vorrang bekommen, aber insofern es nicht knackvoll ist, kann man normalerweise auch einfach so anspaziert kommen. sinn hier ist natürlich die werbung für ein aktuelles release, das man im laden direkt mitnehmen kann, also haltet die augen offen, wenn eine eurer lieblingsbands gerade was veröffentlicht. manchmal gibt es auch signierstunden dazu – ein netter bonus, wenn ihr die cd eh kaufen wolltet. weitere gratisliveinfos sammeln twitter wie dieser, oder ihr schaut, was open air im yoyogipark oder anderswo so los ist.

im ballroom kost es auch nur maximal nen zehner, warum so teuer, tokyo?

klar gibts das äquivalent eures lokalen rockenrollschuppens mit vergleichsweise niedrigen ticket- und getränkepreisen, der keinen reich, aber viele glücklich macht. genau wie es läden gibt, die mondpreise für schließfächer verlangen, euch mehr eis als getränk in den becher tun, oder einfach beschissen teure acts (nichtjapaner und der vk-dunstkreis sind hier die üblichen verdächtigen). abseits dieser variablen gilt aber: gerade in den großen städten sind die mieten hoch, für hallenbetreiber wie -mieter gleichermaßen. zum proben muss auch wieder was angemietet werden, in hellhörigen miniapartments übts sich nicht so gut, keller sind selten. auch die lebenshaltungskosten sind nicht gerade niedrig. es gibt genügend halbwegs namhafte musiker, die noch einen mehr oder weniger glamourösen job haben, um in einer teuren stadt wie tokyo leben und spielen zu können. ich meine, jemand mal die bierpreise gesehen?!

also lebt mit den preisen, nutzt die genannten möglichkeiten und…hey, wenn ich so drüber nachdenke, könnte ich auch noch meine persönlichen spartipps niederschreiben, wo die konzertserie rum ist. soweit aber erstmal zum thema lives. falls euch eine info fehlt, fragen, ich baue gerne aus.

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