reisebüro rocknrailpass: internet is needed

frisch aus den fernen weiten zurückgekehrt geht die serie weiter! viele der infos, die nun folgen, sind also aktuell (stand 2016-04), können sich aber immer wieder ändern. wenn ihr jetzt schon plant, aber erst in nem jahr fliegt, schaut vorher also besser selber nochmal nach, wie die lage ist.

den flug habt ihr gemeistert, japanischen boden unter den füßen. euer erster gedanke ist….richtig, OMG INTERNET WO?!?

fürs erste tuts das flughafen-wlan (narita, haneda). dinge zur sicherheit in öffentlichen wlans muss ich hoffentlich keinem mehr erklären. im weiteren verlauf der reise gibts auch mittlerweile einige feste anlaufstellen für gratis-wlan. mein standard war 7/11 und starbucks, in beiden fällen müsst ihr euch aber vorher kurz accounts anlegen, spammail reicht. eine komplettere liste findet ihr hier, gerade die apps sind aber sehr info-hungrig, in einigen fällen tauscht ihr internetzugang gegen infos von eurem pass – dass datenschutz an einigen ecken der welt größer geschrieben wird als in japan hat da scheinbar noch keiner gemerkt. ist aber wie überall im leben – pick your poison. auch, wenn ich mich hier dagegen entscheide, nutze ich z.b. doch eine suica.

wie ein vollwertiger mensch fühle ich mich aber erst, wenn mein handy eine durchgehende internetverbindung hat. früher war das mehr als problematisch, aber heute gibt es auch an touristen frei verkäufliche SIMs – allerdings nur für den datenverkehr. telefoniegesetze und dinge verhindern den kauf einer regulären SIM wie ihr sie von zu hause kennt, also mit telefonie- und SMS-funktionen. also bleibt euch nur die daten-option, die aber in zeiten von messengern und IP-telefonie auch schon sehr viel wert ist. ob alles reibungslos funktioniert, hängt von eurem smartphone ab. auf der sicheren seite seid ihr mit einem LTE-fähigen gerät. ältere modelle werden wahrscheinlich probleme mit den exotischen 3G-frequenzen bekommen, deswegen würde ich mir in dem fall einen SIM-kauf überlegen und lieber auf wlan ausweichen.

welche karte genau es werden soll, müsst ihr nach euren anforderungen entscheiden, das angebot wächst momentan stetig. ich war dieses jahr mit der iijmio 2GB-karte unterwegs (2gig auf 3 monate verteilt, docomo-netz). es gibt eine menge pakete mit 7-30 tagen gültigkeit, die ich mir gar nicht weiter angeschaut habe, aber unter den längerfristigen war das die, der das internet die besten geschwindigkeiten attestierte. kostenpunkt um die 3800 yen, 500mb zusatzguthaben kosten 1500, 2 GB widerum 3000. die 14 tage gültigen karten gibt es scheinbar an allen flughäfen, die länger gültigen widerum nur im yodobashi oder bic camera etc, liste siehe hier.
mit meinem nexus 5 (auf 4.3, steinigt mich) lief die SIM, speed war überall bestens, einzig der akku hat durch die bei aktuellen systemen wohl behobene cell standby-problematik mehr gelitten als in deutschland.

meine daten gingen hauptsächlich für googlemaps drauf, denn die kann man für japan nicht vorab runterladen. davon abgesehen aber mit die empfehlenswerteste app – macht sie mal in nem bahnhof oder kaufhaus auf, ihr werdet staunen, wie genau man damit mittlerweile navigieren kann, wenn der kompass richtig kalibriert ist. weiterhin vielgenutzt: line und twitter für kommunikation, wildes scrollen und konzerttickets, skype plus guthaben für dringende anrufe, sowie die yahoo bahn- und warnapps für infos, wo und wie umzusteigen ist, sowie alle arten von wetter/naturkatastrophen-frühwarnung. beide gibt es leider nur auf japanisch, sie sind aber so gut gemacht, dass ich sie zumindest vorschlagen will. genaue angaben, ob man besser vorn oder hinten in eine bahn steigt, um den umstieg zu beschleunigen? das sind die extrafeatures, die ich möchte! eine deutschsprachige alternative für erstere könnte bald citymapper sein, wenn sie für tokyo die beta verlässt. wenn jemand eine gute englischsprachige warnapp kennt, trag ich die gerne nach.

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3 Kommentare

  1. Prettyhairs

    Ich bin auch Fan von Hyperdia, auch wenn die App für Schweizer nicht erhältlich ist, ist die Browserversion doch mein go to.

    • thond

      in sich ja, aber userfreundlich find ich die stationseingabe nicht. entweder müssen überall bindestriche hin oder nicht oder es hat irgendeine krause romaji-schreibweise die keiner so verwendet… wenn man das meistert (bzw seine ziele irgendwann auswendig kennt), aber sicher gut.

  2. Pingback: reisebüro rock’n’railpass: konzerttips | rock'n'railpass

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