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★ die meldung, dass x japan nach 20 jahren wieder auf japantour gehen, war definitiv eine der größeren news der letzten zeit. für fans allerdings auf eher unerfreuliche weise: stopps und hallen sind wie erwartet, aber die ticketpreise legen bei einigen an den planungen beteiligten megalomanie nahe. die günstigsten plätze fangen bei 10.000yen (um die 70 euro) an, die nächsten kosten 12 und 13. schon ein stolzer kurs, aber bei x ist noch luft nach oben: sie bieten auch VIP-tickets an, die euch dann respektive 52.000 (370€) und 98.000yen (700€) kosten. und wenn ich mir die sitzplatz-planung so betrachte, sind das nicht ungefähr drei pro halle und tag des schock-newswertes wegen, sondern sie rechnen mit kompletten blöcken in mehreren reihen. was kriegt man dafür, abgesehen von besseren plätzen? eine ’soundcheck party‘ und spezielle goods (oder das anrecht, jene zu kaufen?). wow. nicht.
ob das ein geschickter feldzug ist, um das wembley stadium auszuverkaufen? ich meine, die tickets da liegen bei 30-50 pfund, für die differenz zum platinum-preis kriegt man sicher noch ein flugticket von japan nach england…und wenn man schon schulden für die lieblingsband macht, sieht man so noch was von der welt. (btw., wird nur mir beim blick auf die terminwahl ein bisschen schlecht? ich will sie ja mögen, aber…)

★ zufallsfund, vielleicht sind ja sammelnde menschen unter euch, für die das ein guter startpunkt ist: vinylshops in tokyo und osaka. ich begeb mich eher auf schatzsuche im cd-format, aber die freude wird eine ähnliche sein. jemand ne ahnung, warum sie shinjuku ausgelassen haben? ist das nur für andere formate interessant?

★ im kontext der aktuellen demonstrationen ist es interessant, die mittlerweile durchaus vorhandenen meinungsäußerungen von künstlern zu politischen themen mal genauer zu betrachten. der artikel bindet das an eine website, aber wer mit offenen augen musiknews liest, dem werden noch viele weitere projekte begegnet sein, die sich durchaus als politisch verstehen. falls sich wer tiefergehend dafür interessiert: dieser artikel zu antiatom-demos und musik und jener zu jugend, abe-protest und musik. die autorin legt bald noch zwei bücher zum thema nach. (schreib mal wer mehr dazu! natürlich finden sich solche interessanten dinge immer, wenn ich gerade was ganz anderes recherchieren sollte…)

★ plötzlich total geschichtsinteressierte weeaboo-webmagazine erhoben passend zum hiroshima-jahrestag den zeigefinger und gingen mir damit sehr auf den sack. dieser alte times-artikel zum atombombenabwurf ist ellenlang und wurde in dem kontext wirklich überall rundgereicht. anders als die pseudo-kommentare ist er aber absolut lesenswert.

★ nochmal geschichte: nämlich die der musik der nachkriegszeit in japan. hier ist ein interessanter kommentar, der konflikte aufzeigt und nicht nur sagt zack, besatzungszeit, amerikanischer einfluss, the end. das passiert schnell, wenn man sich mit neueren ereignissen beschäftigen will und die entwicklungen bis dahin in anderthalb absätzen abarbeiten muss. potenziell ein fataler fehler, denn die ganzen alten männer, die die heutige industrie teilweise noch beherrschen, haben in dieser zeit angefangen zu arbeiten und einige strukturen leben bis heute weiter. (siehe z.b. der johnny’s-kitagawa. gibts da eigentlich was historisches neben diesem klassischen lj-post?)

★ und weil konsistenz: wie kitkat eine japanische marke wurde.

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