linkmix

dachte, ich mixe mal wieder. wurde was länger.

★ wurde schonmal ne runde durch meinen teil des netzes gereicht, aber trotzdem nen link wert: How Emoji Got to the White House. ein bisschen otaku-lastig für meinen geschmack – gerade erfindungen wie diese haben konsumentengruppen jenseits der geeks und business user sehr angesprochen, ein schöner beleg wäre die nutzung durch gyaru. trotzdem eine schöne zusammenfassung vom herrn alt, was emoji so getan haben, bevor sie auf jedem smartphone der welt ankamen.

★ dann hätten wir gackt, der über den sinn und unsinn von cool japan rantete. anders als er scheinbar bin ich kein großer freund von komplett politik-gesponsorter popkultur (halte es da eher mit dem fujiwara – was gut ist, wird sich auch ohne ein altemänner-gütesiegel durchsetzen). womit er allerdings recht hat, ist, dass die mittel, die da gerade fließen, zu einem ganz großen teil in den falschen kanälen landen. japan expo oder hyper japan haben viele gute aspekte (dieses jahr: endlich neue, bekanntere bands!), aber vieles ist auch einfach kram, der da ist, weil er eben finanziert wurde und nicht, weil er relevant ist. NHK world hat auch einige gute sendungen (oder eher, gute leute die sie dazu machen), will aber ein weltweites publikum mit linearem fernsehprogramm ansprechen – youtube-uploads oder archivseiten werden mit schöner regelmäßigkeit entfernt, man biete ja einen livestream an. unterschiedliche zeitzonen? habense in japan nicht, da kann das ja nix sein.

★ passend zur festivalsaison ein interview mit dem chef von rockin‘ on. interessant, wie sie einiges anders angehen und was das über den rest des marktes aussagt. andererseits würde es mich wundern, wenn die interviews, die sie da ganz rebellisch un-gegengelesen veröffentlichen, nicht zumindest in anwesenheit des managers stattfänden, der der band zur not übers maul fährt. und die no mosh / no dive schilder auf dem rock in japan? angesichts der existenz von standing / seat / tent zones und diversen anderen strukturen meiner meinung nach auf diesem festival mit am unnötigsten. zumal das breit gefächerte und meist eher poppige lineup eh nur sehr selektiv dazu einlädt. wobei, ein publikum wie dieses lesermodel, das auf twitter eher legendär ausgelacht wurde, hat vielleicht trotzdem angst davor. (das magazin gibt an, sie sei auf einem ‚ein bisschen maniac‘ rockfestival gewesen, wozu sich das outfit insbesondere eigne, weil sie das täschchen überkreuz trägt und stiefelchen anhat. wisster bescheid.) aja, zu aktuellen lineups und voraussehbarkeit: er hier hat die für die großen festivals meistgebuchten acts dieses jahr gesammelt. teilweise standardacts – kein festival ohne 10feet oder die telephones – und teilweise der  hypezirkus um langweilige indierockband xyz.

★ nachdem man sich über die festival-tussis lustig machte, eine schöne zusammenfassung zum aktuellen interesse der kosmetikindustrie an asiatischen produkten. sagt nix neues, fasst aber die letzten jahre ganz gut zusammen, falls sich also wer über bb, cc, dd und cushion-produkte wunderte und sich fragt, woher da welcher einfluss stammt… jaja, die hiesigen unternehmen haben ganz schön gepennt.

★ weil hier noch nicht genug steht: ein interview mit matthias müßig von gan-shin. ist schon ein paar wochen älter, aber falls sich da wer über die aktuellen artists informieren möchte. das madcap laughs-release gab mir ja ein wenig hoffnung (auch wenn es nur bei itunes kam und somit für mich uninteressant ist), aber mittlerweile bringt sogar okami records wenn nur noch vk-related zeug. ist wahrscheinlich der effekt, den persönliche connections innerhalb einer musikszene haben, da mischt sich selten mal was komplett stilistisch anderes drunter. schade drum. dabei gehen andere labels wie JPU records mittlerweile mit gutem beispiel voran und die förderung von anderen stellen wird auch endlich auf musik angewendet. wenn london eine japan night mit diesem bombigen lineup kriegt und man in paris nebenbei diese nicht ganz kleinen acts präsentieren kann, warum gurken wir dann konzert- wie veröffentlichungstechnisch immer noch auf animagic-niveau rum? wenn sich jemand rebellisch fühlt und keinesfalls was mit onkel abes geldbörse zu tun haben will, auch das wäre möglich, stichwort livehouse daisakusen vielleicht? die freuen sich sicherlich über ein label, das ihren kram hier rausbringt oder sie weiter touren lässt.

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