ein episches „and more“ nächste woche in berlin

nachdem es sogar der veranstalter nicht hinbekommen (oder aktiv vermieden?) hat, mal auf die exzellenz der gäste hinzuweisen, die mit plasticzooms nächste woche (24.2. urban spree, 15€) in berlin spielen: keine ahnung wie sie klingen, aber sie sind exzellent. bedankt euch bei kira für diesen fund!
selbst wenn plasticzooms mit ihrem newwave/elektropop nicht so ganz eure hausnummer sind: DUEL, die mitte februar mit auf der liste auftauchten, sind laut twitter

yamaji kazuhide, sonst unterwegs mit dip und gründer der i’m flash band (mit dem chiba, nakatatsu und kenken).

nakamura tatsuya. sollte euch der name allein nichts sagen: von damals blankey an unter anderem dabei bei losalios, mannish boys, friction, golden wet fingers, speeder-x, the day…

horie hirohisa, in der ersten besetzung von hiatus am keyboard und als producer mit dabeigewesen, sonst recordingmensch für eine lange liste an leuten.

nishimoto takeshi, der aktuell in berlin wohnt und in erster line aufnahmen und dinge macht.

sieht so aus, als wäre da gerad jemand für aufnahmen in berlin? andere konzerte finde ich aktuell nicht, nur für einen abend als gäste so eine truppe nach deutschland zu karren wäre etwas übertrieben. ich werde weiter die augen nach anderen gigs aufhalten, aber wenn jemand von euch da hingeht, fragt doch einfach mal nett nach. oder besser, geht wegen ihnen hin und erklärt ihnen, dass wir sie auch in köln gebrauchen könnten…

Advertisements

byebye FRUiTS, byebye harajuku?

die modemeldung der letzten woche: FRUiTS, das erste und einzig wahre streetsnap-magazin wird eingestellt, weil es in harajuku keine coolen kids mehr zu fotografieren gibt. uniqlo und h&m haben gewonnen, harajuku als modeparadies ist gefallen im namen des kawaii-tourismus. oh, wie sie alle einstimmten in den großen abgesang…

„es gibt keine coolen kids mehr in harajuku“?

…war der aufmacher überall, auch im original-interview. der kontext dieser aussage war aber der, dass es keine modelle mehr gebe, die aokis ansprüchen genügen. nun ist der herr eher zurückhaltend und medienscheu, aber die wenigen kommentare, die ich von ihm kenne, waren immer kritisch. beispielsweise gabs gemecker, dass gyaru / cosplayer ja das ende der kreativität seien und dass die street fashion-szene nach dem ende des hokoten eh am ende sei. lustig dabei: wir reden hier von genau der FRUiTS-hochphase, die hinterher durch fotobände und ausstellungen weltweite berühmtheit erlangen sollte. die den ganzen boom also erst gestartet hat.
die betonung sollte hier daher vielmehr auf die ansprüche gelegt werden, denn wenn FRUiTS eins war, dann anspruchsvoll. andere magazine bilden die zu ihrer publikation und zu den werbekunden passende teilrealität ab. die arbeitsweise: es wird konkret nach items oder looks gesucht, die zur zielgruppe passen und für die zuvor ein feature geplant wurde – teils aus dem wunsch, dem leser aktuelle trends aufzubereiten, teils sicher auch auf anregung der mit dem magazin verbundenen marken (lesenswert dazu dies und jenes).

das hat die FRUiTS komplett anders gemacht, weil sie eben kein klassisches modemagazin ist, sondern großteils fotos von der straße präsentiert und die durch einzelne designerinterviews oder andere, persönliche features ergänzt. soll nicht heißen, dass das magazin gänzlich unabhängig von harajukus modenetzwerk operiert hat: es war vielmehr sehr wählerisch in der auswahl derer, die die ehre eines fotos oder sogar des titelblattes bekamen, unterstützte diese dann aber langfristig. einerseits eine tolle möglichkeit, den aufstieg eines talentierten modeschul-studenten zum designer mit eigenen kreationen, welche dann wiederum an anderen personen fotografiert wurden, nachzuvollziehen und up to date zu bleiben, was sich in der eigenen szene so tut. dass dieser stil ehemalige FRUiTS-fotografen geprägt hat, zeigt z.b. die arbeitsweise von rei shito, die neben den fotos auch immer kurze unterhaltungen mit den modellen, teils mit rückbezug auf monate vorher angesprochene themen, postet.

andererseits nahm der fokus des magazins auf street snap-idole irgendwann überhand: anstelle der designer-vorstellungen hatten die letzten ausgaben profile von eher zufällig ausgewählt scheinenden…ja, was eigentlich? influencern? print-instagrammern? ob das als reaktion oder kommentar auf eben die wachsende beliebtheit solcher accounts gemeint war, kann man nur vermuten.

einige kommentare zur meldung werfen dem aoki direkt vor, dass ihm schlicht das verständnis für die aktuelle harajuku-generation fehle und er deswegen hingeworfen habe. auch hier wieder der blick auf die quelle (gleiches interview wie oben): er spricht zwar vorerst von einer einstellung der monatlichen FRUiTS-ausgaben, auch wenn sich die kreative lage mittlerweile wieder gebessert habe (!) und argumentiert zudem, dass ein monatliches printformat der zeitschrift nicht das sei, was die jungen leser suchten. klingt schon plausibler, hm? da er weiterhin interesse an der suche nach models und designern zu haben scheint und events plant, sind unregelmäßige sammelausgaben oder etwa eine online-fortführung der snaps noch lange nicht vom tisch. vonwegen die harajuku kids sind tot und alter mann frustriert von der ideenlosen jugend, hm?

und harajuku ist jetzt auch gentrifiziert, aus, vorbei?

harajuku war in den letzten jahren sicherlich nicht die ideale entwicklungsumgebung für junge, kleine brands. zu viel fläche wurde aufgekauft, sei es h&m oder asobisystems (kyary, cute cube, kawaii cafe, etc), alle haben sich dicke scheiben abgeschnitten vom cool japan-kuchen. obendrauf noch die touristenhorden – egal ob trekkingsandalen auf freak-fotojagd oder chinesische duty free-reisebusse – und es wird verdammt eng in dem kleinen stückchen land. wenn sich sogar herr fujiwara höchstpersönlich über die hohen mieten beschwert, während er einen popup store an der ginza betreibt, ist da irgendwas nicht ganz richtig.

was mich allerdings stutzen lässt sind die, die für die erhaltung der puren, reinen, handgemachten kreativität des viertels protestieren, so wie es sie schon immer gegeben habe. problem dabei: harajuku war nie so durchgehend indie, wie es die ganzen hipster gerne hätten. sicherlich wirkt das neue mega-gebäude am ende der takeshita wie der bedrohliche kommerz-hammer über den ganzen niedlichen zweistöckigen hutzelhäuschen, aber genau da hat schon ende der 70er ein hässliches kaufhaus mit internationalen luxusmarken gestanden (vierte reihe von oben links, erinnerungen einer anwohnerin, bilder vom café davor). sämtliche teenie-stadtguides der 80er erwähnen die takeshita als shoppingparadies für billige kopien aktueller modetrends aus der ganzen welt. stars und sternchen haben sie schon aus den reihen der takenoko-zoku gecastet (hiro-kun und shimizu kojiro, ersterer in aktion), auch die idolshops passten bereits ins straßenbild. das hokoten, die street fashion-obsession der 90er und der bape-boom (gefühlt alles, was kimutaku so anhatte, kam aus urahara, die hässliche leder-daunenjacke war der tophit und bekam neulich erst eine jubiläums-neuauflage) brachten ebenfalls nicht wenig medienaufmerksamkeit, die kleinen, versteckten shops von urahara waren plötzlich alle kartographiert und kategorisiert.

sicherlich ist es mitten im olympia-bauboom wichtiger denn je, die spezifischen räumlichen gegebenheiten z.b. rund um die cat street vor großen investoren und glaspalästen zu schützen. gäbe es die möglichkeit zu einer fashion-tokku, wie misha janette sie hier fordert, wäre das sicherlich ein großer schritt in die richtige richtung. wahrscheinlich ist er allerdings nicht.
trotz alledem weigere ich mich allerdings noch, in den abgesang auf harajuku einzustimmen. diese ecke hat schon viel zu viel miterlebt, ohne ihre anziehungskraft zu verlieren. insbesondere der bereich rüber nach shibuya wird jedes mal, wenn ich wieder einen blick hinwerfe, interessanter. aber mal abwarten, wie meine stimmung nach dem ersten besuch dieses jahr aussieht. bisher glaube ich allerdings noch, dass die klassische gentrifizierung, wie wir sie hier an jeder ecke erleben, nicht 1:1 auf tokyo übertragbar ist. aber wir werden sehen…

(herzlichen glückwunsch, natürlich hab ich jetzt nen ohrwurm von dem takenoko-zoku-discoschranz…)

live: hotei, plasticzooms

frohes neues! mir kam zu ohren, dass dieses jahr mal wieder nix los sein soll hier?

gleich vier deutschlandshows von meister hotei! fürchterlich, das. zum support ist meines wissens noch nichts bekannt, aber tickets um die 25 euro – tragt eure hintern da hin, es wird exzellent. für köln kann ich attestieren, dass die location eine gute wahl ist, klingt gut, liegt gut, nicht zu groß, nicht zu klein. die setlists der letzten touren zeigen, dass er einen mix aus den neuen dingen (siehe oben das japaneezy pv mit iggy pop) und den guten alten klassikern bringt (für maximale 90s-psychedelik-dosis hier klicken).

11th April 2017 Frankfurt, Zoom
12th April 2017 Cologne, Clubbahnof Ehrenfeld
17th April 2017 Hamburg, Indra Club
18th April 2017 Berlin, Musik + Frieden
(quelle & rest-eurotermine)

verflucht, jetzt bin ich wieder in das ohrwurmyoutubeloch gefallen……und natürlich greift die klassische hotei-regel: wenn er hier spielt, bin ich in japan. schwingt ein bein für mich mit oderso. (tschuldigung.)

die plasticzooms haben ihre vage tourankündigung mittlerweile um einige konkrete deutschlandtermine erweitert, weitere stops sollen scheinbar noch folgen. normale tickets für köln liegen bei 13 euro, da simmer dann wohl mal dabei. mal sehen, was die live so auf dem kasten haben. falls sich irgendwer wohlhabend genug fühlt, um ein vip-ticket zu kaufen, könnte er das auch lassen und der vorband von dem geld halsdrops kaufen. musikalische kompetenzen beiseite, wer bucht diese ganzen möchtegern-dörren zu allem, was japanisch und nicht bei drei auf dem baum ist?

FEB 24: BERLIN (DE), PZ&guests (Bands& DJ), Urban Spree
FEB 25: BERLIN (DE), Monarch
MAR 8: COLOGNE (DE), + guest (SCARGOT), Blue Shell
APR 17: MONTREUX (CH) TBA
(quelle & rest)

hm, und sonst so? das jahr ist schon 10 tage alt, die hormon-ankündigung schwebt im raum, hey-smith gehen auf US-tour, crossfaith und co rödeln weiter durch UK… ahja, durch TMG (yep, tak damals) randrelevante erwähnung: eric martin spielt bei uns im pitcher.

live: tsushimamire, tenniscoats, vampillia

oookay, es wird dringend zeit für eine neue runde livetermine!

yes, erste eurotour für tsushimamire! wegen dem kölntermin gehe ich schon menschen auf die nerven, seit er mir aus dem newsletter entgegensprang, hier aber nun alle DACH-termine. preislich sollte es auch bei den anderen stopps nicht weit über die 10 euro-grenze hinausgehen, stilistisch durch den bunten mix auch vielen zusagen, die irgendwo im großbereich punk / indie zugange sind. es freut mich, mehr bands hier zu sehen, die einem tatsächlich schon aus tokyo was sagen. die lücke zwischen noch komplett namenlosen und mega-acts die promotechnisch ne world tour brauchen ist immer noch groß, aber sie füllt sich langsam!

12/2 fri (D) WOLFSBURG @JUGENDHAUS OST
12/3 sat (D) WÜRZBURG @IMMERHIN
12/6 tue (A) GRAZ  @EXPLOSIV
12/7 wed (A) FELDKIRCH @GRAF HUGO
12/8 thu (CH) LUZERN  @SCHÜÜR
12/9 fri (D) FREIBURG @SLOW CLUB
12/12 mon (D) STUTTGART  @ SCHOCKEN
12/13 tue (D) MANNHEIM  @ KURZBAR
12/14 wed (D) KARLSRUHE  @ KOHI
12/15 thu (D) KÖLN @ SONIC BALLROOM
12/16 fri (D) BOCHUM  @ MATRIX
(quelle)

dann sind da noch die tenniscoats, die plötzlich hier aufzutauchen beschlossen. eigentlich sind sie für das festival von the notwist in münchen am 2. und 3.12. hier, spielen aber noch eine extrashow am 29.11. im king georg in köln. ich schätze die meisten werden sich zwischen ihnen und EES eher klar entscheiden können – indiepop vs. rockenroll – aber es sei gewarnt, dass sie beide an dem tag spielen. (lustig wäre es, beide zusammen auftreten zu lassen wie damals mit guitarwolf auf diesem wiesel-event 8D) aber egal, hier klar team elektroaale. wer sich anders entscheidet: der königsladen hat einen kreis auf dem boden, der die bühne ist. wenn es voll ist, sieht man am besten, wenn man sich an die kante der kellertreppe hängt. oder frühzeitig da ist.

ebenfalls eher ein zufallsfund: vampillia spielen zwei termine hierzulande. nicht sicher, wie sie abseits von „brutal orchestra“ beschrieben werden wollen, aber labelkollegen wären z.b. world’s end girlfriend oder about tess. wenns da klingelt, hört bei ihnen auch mal rein – zehn leute, davon zwei drummer, das dürfte eine interessante liveshow werden.

7-12 – Feierwerk (Orangehouse) – Munich – Germany
w/Space Eating Dogs ,Suddenly The Goat
OPEN: 19:00 Door:15 Euro

8-12 – P8 – Karlsruhe – Germany
w/TBA
OPEN: TBA Door:10 Euro
(quelle)

kurz zusammengefasste weitere termine und der blick ins ausland: plasticzooms kommen im februar und märz wieder, da sind aber scheinbar noch nicht alle shows geplant, also berichte ich, wenn sich die schedule gefüllt hat.
aktuell läuft in paris des weiteren ein seltsames event von amuse und lantis – zumindest erstere werfen ihren künstlern wie oneokrock und babymetal die auslandsinvestitionen nur so hinterher. in diesem falle präsentieren sie flow und diverse anisong-leute. nehmen wir es zur kenntnis und beobachten wir die weitere entwicklung.
und dann waren da noch l’arc~en~ciel (ja, die gibts scheinbar immer noch), die gerade wieder ein voting geschaltet haben, bei dem man angeben kann, wohin ins ausland sie als nächstes kommen sollen.

reisebüro rock’n’railpass: konzerte für günstiger?

machen wir uns nichts vor, konzerte können in den fernen weiten schnell ins geld gehen. es gibt allerdings auch optionen für alle ohne dickes bankkonto, die ich euch zum abschluss der miniserie mal zusammengeschrieben habe. wäre ich ein cooler hipper youtuber würde ich an dieser stelle kira neben mir sitzen haben – oder vielmehr sie ins video schneiden müssen, weil sie derzeit noch in tokyo chillt. konzerte sind ihr ding und sparen ebenfalls, viel von dem was nun folgt, hab ich von oder gemeinsam mit ihr gelernt.

was kost mich ein konzert?

variiert wild, aber so als beispiel: rechnen wir 3000yen für ein event-ticket, 500yen fürs drinkticket. dann noch 300 für den locker, zwischen 400 und 600 für jeden weiteren drink. goods gefällig? tshirts liegen häufig zwischen 2500 und 3000yen, towels um die tausend, bei CDs ist von 500 für ne demo bis 3000+ für ein album mit dvd und klingeling alles dabei (was imo aber nur relevant ist wenn der kram 会場限定, kaijou gentei ist, also nur auf den konzerten verkauft wird). die goods sind meist echt gut gemacht und auch eine gute sache um mit den bandmenschen ins gespräch zu kommen – wer euch was verkaufen will, muss mit euch reden. es sei aber festgehalten: so blödsinn wie hier vonwegen „ohne kauf kein autogramm“ hab ich noch nie erlebt, wenn die kohlen nicht für einkäufe reichen lasst euch im zweifelsfalle halt das ticket signieren, wenn ihr auf sowas steht. nur idealerweise nicht euren hintern, das könnte für tumult sorgen.

hilfe, in den letzten vier tagen war ich auf fünf konzerten, japan macht mich arm! komm ich nicht irgendwie günstiger rein?

Weiterlesen

linkmix

★ der hotei war zu besuch in irgendeiner fernsehsendung und neben einigen wohl eher für fans und gitarristenmenschen interessanten erklärungen, warum er so klingt wie er klingt, springt mal 34 minuten rein. er verpasst beim zweiten (!) anschauen diversen randomen filmszenen eine musikalische untermalung und es. ist. episch.

★ dann waren da noch hi-standard, die vor zwei wochen einfach mal ohne jegliche vorwarnung ein minialbum rausbrachten. keine werbeplakate, keine übermäßig kurzen youtubetrailer, keine auftritte in den anderthalb verbliebenen fernseh-musiksendungen und auch (noch) keine verwendung als werbejingle für irgendeinen bier-ersatz. meine twitter-timeline fiel vor schreck hintenüber, rannte gen plattenladen (streaming und youtube-releases lassen bis zum 26. auf sich warten)  und stand teilweise schon vor leeren regalen. dieser sponichi-kommentar erklärt sich die beliebtheit mit der damit für viele verbundenen nostalgie, platten allein nach cover und ohne reinhören zu können zu kaufen. aber: während die erinnerungen an die wilde jugend ohne das internetz sicherlich ihren beitrag zum hype leisten, ist another starting line immer noch das erste release seit 16 jahren. trotz alledem spielen hi-sta schon seit 2011 wieder, haben ihr eigenes festival wiederbelebt und headlinern andere. da fragt keiner, wer das ist und was die wollen, weil das alles fuffzehn jahre her ist. die haben geholfen, ihre szene aufzubauen, als künstler, produzenten, labelinhaber, also brauchen sie keine strategischen tv-auftritte und werbekollaborationen, um in der ersten woche ein paar hundert platten über die ladentische zu schieben. soll nicht heißen, dass es allen „unabhängigen“ bands in japan prima geht, zeigt aber schön, dass es auch in der als plastikpop-diktatur verschrieenen musikszene ganz handgemacht zugehen kann.

SiM waren ende september zu besuch auf der amerikanischen edition des knotfest und haben das dokumentiert (mit englischen subs!). erstes US-konzert für eine band, die in japan massiv gepusht worden ist in den letzten fünf jahren – wenn man sich das anfängliche scheitern von MWAM hierzulande betrachtet, während sie drüben gerade den budokan ausverkauft hatten, hätte es parallelen geben können. SiM hatten aber mehr glück (?), denn ihre fanschar ist zwar klein, geht aber ordentlich ab.

★ achja, apropros ausland: sicher is noch nix, aber kira fand diesen post von rage tour auf fb, welcher ankündigt, dass eine EU tour von maximum the hormone für 2017 in planung sei! theoretisch können sie bald wieder, naos zweites kind ist mittlerweile geboren, aber diese info, ohne vorher auch nur eine ankündigung für japan gehört zu haben? wenn sie stimmt. aaaaah.

live: electric eel shock, boris, her name in blood, melt banana etc. pp.

die liste der herbsttouren ist beträchtlich länger geworden, höchste zeit für ein update! fragen die sich diesmal stellen: hat hamburg mit dem hafenklang eigentlich nur eine einzige venue? ist es da besonders schön oder sitzt da wer, der einfach gerne japanische bands einläd? klärt mich auf!
dank für mithilfe beim sammeln geht an @kumanosuke69, eine korrektur bei den boris-terminen verdanke ich @prettyhairs!

ganz frisch: electric eel shock tun etwas sehr richtiges und beginnen den deutschlandteil ihrer eurotour im ballroom. wie immer dabei, empfehlung kann in aller form gegeben werden (rockenroll, 9 euro, guter laden, naked drummer), link zum video das immer verlinkt werden muss hier. reinhören weiterhin auf soundcloud. alle termine bittesehr:

Tue 29.11. DE Cologne Sonic Ballroom
Wed 30.11. DE Hamburg Hafenklang
Thu 1.12. DE Berlin Sage Club
Fri 2.12. DE Kassel Goldgrube
Sat 3.12. DE Schwerin Dr. K
Sun 4.12. DE Hameln K3
Mon 5.12. DE Würzburg Immerhin
Tue 6.12. TBA
Wed 7.12. TBA
Thu 8.12. TBA
Fri 9.12. DE Frankfurt Das Bett
Sat 10.12. DE Münster Rare Guitar
(quelle)

boris spielen wie immer zuvor schon in berlin, haben diesmal aber auch andere deutschlandtermine. da der westen irgendwie rausfällt hab ich mal zwei eventuell erreichbare termine nebenan dringelassen. was sie spielen ist ebenfalls schon klar, denn dies wird die pink tour zu diesem album. verdammt, ich hätt so bock drauf….

2016.11.24(THU) Hafenklang (Hamburg, GER)
2016.11.25(FRI) White Trash (Berlin, GER)
2016.11.30(WED) Zentralcafe at K4 (Nuremburg, GER)
2016.12.06(TUE) Reitschule (Bern, SWI)
2016.12.07(WED) Cave 12 (Geneva, SWI)
2016.12.11(SUN) 013/Jupiler Zaal (Tilburg, HOL)
2016.12.12(MON) Rotonde Botanique (Brussels, BEL)
(quelle)

ebenfalls laut und – wenn man in der laune dafür ist – ziemlich brilliant: melt banana sind wieder da!

24.11.2016 GER-Karlsruhe, Alte Hackerei
03.12.2016 GER-München, Kammerspiele
04.12.2016 A-Wien, Arena
06.12.2016 GER-Nürnberg, K4
07.12.2016 GER-Berlin, Bi Nuu
08.12.2016 GER-Hamburg, Hafenklang
09.12.2016 tbc
10.12.2016 GER-Köln, MTC
(quelle)

erstmals nach europa kommen her name in blood, die als special guest für eskimo callboy eher extensiv touren. ihr youtube ist genauso extensiv ge-gemablockt, aber liveähnliche dinge siehe hier, poolvideos dort. freunde des metalcore sollten mal nen blick werfen. weil es mir auffiel und ich das format mag: hier ist ein randomes interview mit englischen untertiteln.

11/17 Dortmund / FZW (Germany)
11/19 Paris / Backstage by the Mill (France)
11/22 Aarau / Kiff (Switzerland)
11/23 Karlsruhe / Substage (Germany)
11/24 Wiesbaden / Schlachthof (Germany)
11/25 Magdeburg / Factory (Germany)
11/26 Dresden / KONK Club (Germany)
11/29 Linz / Posthof (Austria)
11/30 Ravensburg / Oberschwaben Halle (Germany)
12/1 Augsburg / Kantine (Germany)
12/2 Bremen / Schlachthof (Germany)
12/3 Herford / X (Germany)
12/4 Nürnberg / Hirsch (Germany)
(quelle)

ganz andere kiste aber vielleicht für die postpunk/shoegaze/dinge menschen unter euch interessant: haco am 6.10. in düsseldorf in der filmwerkstatt. aktuell hat sie ein projekt mit dem gitarristen von speaker gain teardrop veröffentlicht, anderweitig reinhören kann man bei soundcloud.

den abschluss bildet die früheste tour, weil ich total organisiert an die sache rangehe. acid mothers temple kommen auf stippvisite und natürlich ist der einzige deutschlandtermin in d.dorf und in einem laden, den ich trotz residenz noch nicht kenne. also hey, gehnmer mal hin. irgendwo im nirgendwo vor köln waren sie jedenfalls wunderbar, wem die psychedelische grundrichtung also zusagt…

17 Oct 2016 AT Graz Music House
20 Oct 2016 AT Vienna Fluc
22 Oct 2016 CH La Chaux de Fond Bikini Test
23 Oct 2016 DE Dusseldorf Exit Club w/ Love Machine
29 Oct 2016 NL Utrecht DB’s
(quelle)

reisebüro rock’n’railpass: konzerttips

C360_2016-07-08-13-40-46-737konzertpost nummer zwei – euer ticket habt ihr, der große tag ist gekommen, begeben wir uns mental zur halle.

halt stopp, vorher: checkt die einlasszeiten, denn konzerte in japan fangen gerne früher an als erwartet, damit am ende noch jeder mit dem zug nach hause kommt. kleinere locations legen den einlass meist in richtung 18.00, in stadien bin ich auch schon um kurz nach drei dringewesen, weil es gegen vier losging. den weg weist euch googlemaps (wie ihr an mobiles internet kommt, steht hier).

ein blick auf die adresse gibt euch auskunft über das stockwerk, in dem das livehouse liegt. langweilige ebenerdige einzelhallen gibts zwar, aber das loft ist z.b. im zweiten untergeschoss unter einem haus voller hostclubs, das quattro haben sie auf einen bookoff draufgestapelt, das nächste ding liegt versteckt in ner einkaufsstraße… es kann nicht schaden, extra suchzeit einzuplanen. bonustipp: haltet im zug ausschau nach menschen mit passenden bandgoods und folgt ihnen unauffällig. funktioniert inbesondere bei größeren events ganz prima!

und weiter dann? Weiterlesen

live: cohol, guitar wolf, mono und kikagaku moyo (ergänzungen)

und direkt noch ein post, diesmal mit teilweise kurzfristigen liveupdates, aber auch mit weiteren terminen für den oktober. langsam wirds voller!

nächste woche steht neben toe auch cohol an, mit jeweils einem stopp im djäzz dusiburg (19.8.) und auf dem new noise festival karlsruhe (20.8.) (quelle). das djäzz könnte man von mouse on the keys vor ein paar jahren kennen*, mit 7 euro seid ihr dabei. die ankündigungen klassifizieren sie als athmosphärischen black metal – wer damit nix anfangen kann weil er nur an theaterschminke in finnischen wäldern denkt: ihr name ist mir neben namen wie mono und envy in lineups aufgefallen, könnte also einigen von euch zusagen. in jedem fall freut es mich, dass es dieses jahr viel abwechslung bei den bands gibt, die es hierher verschlägt. der frühere drummer der band betreibt wohl die agentur, die die tour organisiert. wer gefallen findet, kann weitere pläne hier im auge behalten.

* ich hoffe, die trenchcoattragenden weinschorletrinkenden verschonen diesen abend und der barkeeper hat inzwischen das mischen von komplexen drinks wie rumcola gelernt.

ahja, wo wir gerad dabei sind: ergänzend zu den bereits erwähnten terminen im oktober und november sind mono bereits jetzt in europa unterwegs auf einigen festivals. komplette schedule findet sich hier.

auch kikagaku moyo, die bereits im juni hier waren, sind wieder (weiterhin?) unterwegs. es verbleibt allerdings nur ein deutschlandtermin: am 7.9. im karlstorbahnhof heidelberg (quelle).

und zuletzt neben zufallsfunden und empfehlungen noch termine, auf die ich seit albumrelease gewartet habe: guitar wolf kommen zurück!! das ist die gute nachricht. die schlechte: bisher kein NRW-termin. allerdings ist die ganze aktion noch nicht ihrerseits announced worden und zwischen dem ersten und zweiten tourtermin ist eine ominöse lücke. vielleicht dürfen wir also hoffen? ich habe nie einen kölntermin erlebt, bei dem es nicht rappelvoll gewesen wäre. wir brauchen ihn doch, den jet rock’n’roll! (für den 7.10. wurde gerade von ganshin btw. ein london-termin rundgereicht. hm hm hm.)

11.10.2016 DE / Hamburg / Hafenklang
[immer ein erlebnis: spielen sie jetzt konzerte in NRW – attraktive menschen und bier werden zu ihnen kommen!! konzerte in NRW – denn ohne fehlt ihrem tourplan was!]
17.10.2016 DE / Berlin / Wild At Heart
18.10.2016 DE / Stuttgart / Goldmark’s
19.10.2016 DE / München / STROM
21.10.2016 DE / Würzburg / Immerhin Würzburg
(quelle)

reisebüro rocknrailpass: japanische konzerttickets, woher?

konzertticketsweiter gehts mit der japanreiseserie. diesmal widmen wir uns einem spezialthema, das sich so weder in reiseführern noch (meines wissens) in diesem ausmaß im rest des internets findet, nämlich dem besuch von konzerten. tokyo bietet was livemusik angeht eine ähnlich überwältigende vielfalt wie für viele andere freizeitaktivitäten. problem dabei: tickets zu kaufen ist ohne vorkenntnisse alles andere als einfach. eventim, ticketmaster und ähnliches gibts in japan nicht und die lokalen services funktionieren….anders. mir wäre kein japanischer anbieter bekannt, bei dem man online mit einer deutschen kreditkarte sowas wie ein ausdruck-ticket bekäme. ja, wir schreiben das jahr 2016, aber die käseglocke sitzt fest an ihrem platz. sie lässt sich aber lüften, wenn man nur weiß, wie.

vorab: es gibt englischsprachige ticketservices, die in japan als shoppingservice für euch agieren und das tun, was ich euch unten beschreibe. die habe ich bisher nie genutzt, kann also nicht viel dazu sagen. als beispiel: dieser hier wird von dem typen angeboten, der die japanese music film fest-kinoevents organisiert hat. die zusätzlichen kosten sind je nach ticketpreis unterschiedlich, knappe 2000yen oder mehr solltet ihr aber rechnen. es gibt sicherlich noch andere, ich erwähne diesen nur, weil ich weiß, wer dahintersteht.

aber widmen wir uns den wegen, wie ihr es selber bewerkstelligen könnt.

mit von der partie heute:

  • infoquellen und preise
  • reservierungen
  • konbini-tickets
  • lotterien
  • was bei ausverkauften konzerten getan werden kann

weitergehend steht in späteren posts an:

  • was auf dem konzert anders läuft
  • wie man auch mit kleinerem budget lives mitnehmen kann

Weiterlesen